Dienstag, 12. Oktober 2010

Seehofer

In seinem überaus verunglückten Artikel über Migration mißversteht Frank Schirrmacher mal wieder die richtige Aussage des unsäglich verblödeten Populisten Seehofer.

Seehofer hatte ja gestern, in seiner unnachahmlichen Kunst, alle paar Monate einen populistischen Brocken ohne Zusammenhang in die Öffentlichkeit zu werfen, geäußert, dass ein Einwanderungsstopp von Ausländern aus bestimmten Kulturkreisen sinnvoll wäre (nämlich aus dem arabischen Kulturkreis).

Nun hätte so eine Aussage natürlich mehr Gewicht, wenn sie von einem angesehenen Politiker käme, und nicht wie im Falle Seehofers von einem angeschlagenen Boxer, der alles sagen würde, um seine katastrophale Bilanz aufzubessern und Wählerstimmen zu gewinnen. Das Problem bei Populisten seines Schlags ist halt, dass man nie genau weiß, ob sie meinen, was sie sagen, oder ob sie es schlicht aus Opportunismus tun.

Trotzdem hat er natürlich Recht. Auch hat Schirrmacher recht mit dem in solchen Fällen üblichen Verweis auf die Bevölkerungspyramide und wenn er sagt, Deutschland bräuchte Zuwanderung. Das ist allerdings keine Entgegnung auf die eigentliche Aussage Seehofers, den Einwanderungsstopp auf bestimmte Kulturkreise zu beschränken. Schließlich leben auf der Erde bald 8 Milliarden Menschen, und der arabische Raum macht nur einen winzigen Teil der potenziellen Zuwanderergebiete aus.

Was ist mit Asien? Ich vertrete sowieso die Auffassung, dass die "asiatische Kultur" der deutschen in vielerlei Hinsicht ähnlicher ist, oder anders gesagt, dass konfuzianische Werte wie Disziplin, Loyalität, Ergebenheit, Prinzipientreue und Arbeitsfleiß ein ziemlich homogenes und interessantes Gemisch mit deutschen Tugenden ergeben würden, ganz davon zu schweigen, dass asiatische Immigranten sich um ein Vielfaches leichter integrieren liessen, nicht zuletzt aufgrund der oben genannten Werte.

Dass linksliberale Medien wie der SWR natürlich "Rechtspopulismus" rufen, sobald man einen Gedanken daran verschwendet, einen Zuwanderungsstopp in Betracht zu ziehen, ist nicht überraschend. Dass die Migrationsdebatte anhält und endlich auch die Frage gestellt wird, was "gute" und "weniger gute" Einwanderer sind, finde ich äußerst erfreulich. Eine der Lebenslügen der Linken ist nämlich, dass das integrierende Land die Hauptschuld daran trägt, wenn sich Einwanderer nicht integrieren, und dass es ergo keine guten und schlechten Einwanderer, sondern nur einen guten oder einen schlechten Staat gibt. Dies als Lüge anzuerkennen und zu brandmarken müsste das Ziel einer vernünftigen Politik sein. 

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