Montag, 15. August 2011

"MORALITY IS WHAT PEOPLE DO WHEN THEY THINK NOBODY IS LOOKING"

Der englische Premierminister Cameron will jetzt eine "Null-Toleranz-Politik" gegen die Randalierer in den englischen Großstädten fahren.
Man fragt sich, welche Politik Cameron denn vorher ausgegeben hatte. Eine Zehn-Prozent-Toleranz-Politik? Eine Fünfundzwanzig-Prozent-Toleranz-Politik? Und wäre es nicht generell ratsam, dass Polizisten gegen Randalierer jeglicher Couleur immer null Toleranz zeigen?
Man kann davon ausgehen, dass dieser Upper-Class-Elitist Cameron eben genau das sagt, wovon er denkt, es würde jetzt gut ankommen. Das Volk ist schockiert ob der Randale - da kündige ich ich doch glatt "null Toleranz" an. Wieviele Berater er wohl gebraucht hat, um zu dieser Marschroute zu kommen?
Als Armutszeugnis muss man auch seine Entscheidung bewerten, Bill Bratton, den amerikanischen "Supercop", mit der Aufgabe zu betrauen, die britischen Straßen wieder sicher zu machen. Wenn eine Staatsführung bei einer der elementarsten Aufgaben eines Staates - die Bewahrung der Sicherheit seiner Bevölkerung - auf ausländische Hilfe angewiesen ist und öffentlich eingesteht, dieser Aufgabe nicht mit eigenen Kräften gewachsen zu sein, muss es tatsächlich schlecht um eine Nation stehen.
Auch Boris Johnson, der "konservative" Bürgermeister Londons, ist ein Beispiel für die Hilflosigkeit der britischen Eliten. Gerade aus dem Sommerurlaub heimgekehrt (zu spät), versucht er hier, sich beim normalen Volk anzubiedern. Seine Versuche scheitern kläglich.
Der Londoner Polizeit ergeht es wohl wie der Stuttgarter Polizei rund um Stuttgart 21: man darf nicht durchgreifen, sonst wendet man sich ja gegen das "Volk" (das in Wahrheit aus Hooligans und Linksradikalen besteht); der Buhmann ist die Polizei aber trotzdem. Die Polizei in Stuttgart konnte einem nur leidtun. Permanent wurde sie vom Mob beschrien, beschimpft, beleidigt, und durchgreifen konnte sie nicht. Müssen sich Polizisten alles bieten lassen? Es sieht so aus. 
Zu groß ist die Gefahr, vor ein Gericht gezerrt zu werden, in dem man beschuldigt wird, man habe gegen die ominösen "Menschenrechte" verstoßen, weil man mal einem unverschämten Demonstranten eins übergebraten hat.
Es ist unglaublich, was sich die Stuttgarter "Demonstranten" rausnehmen in ihrem heiligen Krieg gegen einen modernen Bahnhof. 
In England, wo das linksliberale elitäre Establishment seit Anthony Blairs Machtantritt 1997 regiert (Cameron ist in keiner Weise konservativ, nur weil er Tory-Vorsitzender ist), ist man ebenso wie in Deutschland darauf bedacht, Kriminelle mit Samthandschuhen anzufassen. 
Kriminelle werden schnell auf freien Fuß gesetzt, lange Haftstrafen sind selten, Gefängnisse haben ihren Namen nicht verdient, vorm Gerichtssaal kann freimütig Crack geraucht werden (Peter Doherty), man kann im Knast munter Studienabschlüsse machen, Ausbildungen absolvieren oder Stiftungen gründen. Der Virus der "Resozialisierung" hat längst die britischen Inseln ergriffen und führt dazu dass, wie in Deutschland, Kriminelle keinerlei Angst mehr vor der Haft haben, nicht der Taschendieb und nicht der Vergewaltiger. 
Die Gründe für die "riots" liegen natürlich auch in der von Großbritannien forcierten Masseneinwanderung der letzten Jahrzehnte. Gegen die Unmenge von Menschen aller Herren Länder, die die Briten in jüngerer Vergangenheit ins Land gelassen haben wirkt unser deutsches Einwanderungsproblem beinahe nebensächlich. Einher mit der Masseneinwanderung ging der moralische Verfall, da die meisten Einwanderer wie hierzulande die englische Kultur und Tradition ablehnen oder ihr vollkommen ignorant gegenüberstehen, ihre Parallelkulturen ausleben und den Staat als Dienstleister begreifen, der ihren Lebensstandard aufrechterhalten, sie darüberhinaus jedoch bitte nicht weiter behelligen soll.
Die Apologeten sind jedoch auch auf der Insel nicht weit.
Was die Dame ab 1:38 min. ausführt, würde man, da bin ich mir sicher, auch in Deutschland von einem Großteil des politischen Establishments zu hören bekommen, wenn ähnliche Vorfälle hierzulande stattfänden.
Armut, Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit als Ursache dafür anzuführen, dass Menschen stehlen, Häuser anzünden, andere Menschen ausrauben und darauf auch noch stolz sind: so weit sind wir in Europa gekommen. Diese Mentalität ist dieselbe, die in Deutschland zurecht angeprangert wird, wenn Tätern im Gericht (Gäfgen z.B.) größeres Mitleid geschenkt wird als den Opfern. Die wahre Ursache für dieses Verhalten kann man einzig in einer moralischen Verwahrlosung ausmachen, die stark mit Immigration und mit einer falschen Vorstellung von der Rolle des Staates zusammenhängt (nämlich, wie oben erwähnt, als Dienstleister). Auch die moderne "Familie" sollte bei einer ausführlichen Analyse unter die Lupe genommen werden.
Wie Peter Hitchens richtigerweise sagt:
The problem is plainly a moral one. We have over the past fifty years destroyed the moral foundation of society. We've destroyed the married family. We've destroyed particularly fatherhood [...]government has by making it easy to break up a marriage [...]. The point is that if as a country you specifically set out to subsidize a form of household where there is no father then do not be surprised if you have a large number of boys growing up who lack authority and direction and example in their lives and who go on the streets and kick in the windows of television shops in later life [...] if you simultaneously take away the authority of teachers in schools, if you simultaneously take away the rights of police-officers to act [...] against wrongdoing. If you take away in general the rights of adults to control children [...] you will get a serious moral deficit. Morality is what people do when nobody is looking [...].

Die Problemanalyse kann man eins zu eins auf die Bundesrepublik übertragen: Lehrer dürfen nicht mehr durchgreifen, die Polizei muss sich ständig rechtfertigen. Die Hälfte der Ehen wird geschieden, weil sich Eltern nicht darüber im klaren sind, was "Bund fürs Leben" bedeutet oder weil sie schlicht zu selbstbezogen und egoistisch sind und falsche Prioritäten setzen. 
Ich glaube nicht, dass es noch lange dauert, bis wir hier in Deutschland ähnliche Verhältnisse haben wie in England. Das Potenzial an verwahrlosten Menschen ist da. Um sich davon zu überzeugen muss man lediglich, wie ich bereits im letzten Eintrag geschrieben habe, ans Kottbusser Tor nach Berlin gehen oder nach Stuttgart Bad Cannstatt.
 
 








Kommentare:

Uwe Paetzold hat gesagt…

Hahaha - selten sowas Blödsinniges und Flaches gelesen. Sie scheinen der Komplexität der Moderne ja kein bischen gewachsen zu sein. Au weija...

Dreyfus hat gesagt…

Kritik in der Sache? Keine?

Naja, die einen sind der Moderne nicht gewachsen, andere scheitern eben schon an der Grammatik.

Anonym hat gesagt…

Naja, es gibt welche, die kommen nicht mal mit der Simplizität zurecht.