Donnerstag, 29. September 2011

GUTTENBERG WIRD SEINEM TALENT GERECHT

Karl-Theodor zu Guttenberg wird "distinguished statesman" am "Center For Strategic and International Studies" (CSIS) in den USA.
Der scheinbar unbezahlte Job wird wohl genauso hohl sein wie der Arbeitgeber klingt. 
Über das CSIS sagte Bill Maher vor einigen Jahren: "I know it sounds like a bullshit organisation, but they say [George Bush] is drinking again."
Worauf Talkshowgast Christopher Hitchens antwortete: "It is a bullshit organisation."
Guttenberg bestätigt damit all die Kritiker, die ihn schon immer für einen Schaumschläger, einen Süßholzraspler gehalten haben. Das CSIS klingt hochtrabend, irgendwie global, irgendwie kosmopolitisch, und halt irgendwie nach gar nichts. Folgerichtig ist auch die Definition seiner künftigen Tätigkeitsfelder: sie sind nicht weiter bekannt. Es wird sie wohl auch nicht geben.
Das einzig interessante ist eigentlich die Tatsache, dass der Job unbezahlt sein wird. Vorträge im feinen Zwirn für viel Geld zu halten - wie Unternehmensberater und Politiker - das ist doch eigentlich Guttenbergs Metier. Dass er nun mit einem honorarlosen Job Vorlieb nimmt, spricht nicht gerade für eine zurückeroberte Reputation.
Bei einem ererbten Familienvermögen von rund 400 Millonen Euro sollte das dem Adelssprössling aber keinen Zacken aus der Freiherrenkrone brechen.



 

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