Freitag, 29. April 2011

LAHM IST KEIN FÜHRUNGSSPIELER

"Wir haben unsere Kapitäne, aber Mark van Bommel war ein echter Führungsspieler. So einer fehlt jetzt."
Das soll Arjen Robben vorgestern gesagt haben. Leider hat er damit Recht. Denn Philipp Lahm ist kein Kapitän. Es mag hart für ihn sein, weil er doch so ein Vorzeigespieler ist, ein brillianter Verteidiger, unermüdlich, einer der besten weltweit auf seiner Position. 
Doch er taugt nun mal nicht zum Kapitän. Auch das von ihm selbst in Spiel gebrachte Argument, er sei ein sehr guter Kommunikator, ist nur zum Teil angebracht. 
Sicher muss ein Kapitän kommunizieren können. Doch vor allem muss er auf den Tisch hauen können. Er muss aggressiv auftreten, eben so wie der von Robben vermisste Mark van Bommel (der, typisch Hoeneß, als einer der verdientesten Spieler sang- und klanglos aussortiert wurde).
Was bringt ein braver Lahm, der mit allen nett und sachlich redet, wenn er ob seiner brüchigen Stimme und seiner Körpergröße nicht für voll genommen wird?
Effenberg, Ballack, Kahn, van Bommel - Lahm? Irgend etwas stimmt hier nicht. Lahm ist kein Führungsspieler. Dafür ist seine Aura zu gewollt, zu eifrig, zu bemüht, zu gut. Er ist kein kleines Arschloch wie Effenberg, keiner, der wachrüttelt. Schweinsteiger wäre ein besserer Kandidat.
Doch seine "Schweini-Poldi"-Spaßvogelzeit hängt ihm nach. Er ist auf einem guten Weg, doch seine Vergangenheit hat er noch nicht ganz abgelegt. Außerdem müsste er eben Lahm wegmobben - das ist von Schweinsteiger eher nicht zu erwarten.
Aggressive Leaders wachsen nicht auf den Bäumen. Van Bommel wurde abgeschoben, jetzt muss man sich mit Lahm und Schweinsteiger begnügen. Oder kann Neuer nächstes Jahr von hinten die Lücke schließen, so wie Kahn es damals getan hat? Im ersten Jahr wohl nicht, perspektivisch aber wäre das vorstellbar. 
Den Bayern sollte klar sein, dass sie für die letzten drei Spiele kollektiv zu Führungsspielern werden sollten - wenn sie nicht den Super-GAU erleben wollen oder den "Punto-Clio-Cup" wie sich der letzte bayrische Führungsspieler van Bommel 2007 ausdrückte, als den Bayern das letzte Mal dieses Schicksal zuteil wurde.

TOLLE ABSPRACHE MAL WIEDER: ARD, ZDF UND DAS BEKNACKTE "ROYAL WEDDING"

Warum werden wir damit belästigt?
Seit einer halben Stunde sehe ich jetzt das "Royal Wedding". Ich bin natürlich selbst schuld daran.
Es stellen sich trotzdem einige Fragen, wie zum Beispiel die, weswegen sowohl ARD als auch ZDF das Ereignis übertragen müssen?
"Küss mich, Kate" nennt die ARD die Sendung. Seit 8 Uhr bereits wird live übertragen, in jeder nur möglichen Form. Natürlich ist auch die fette Barbara Schöneberger als Außenreporterin mit von der Partie. Das könnte ja auch nicht mal jemand anderes machen. Aber die Schöneberger hat wahrscheinlich eine Vertragsklausel mit der ARD, dass sie ihre überdimensionalen Glubschaugen mindestens 10 mal im Jahr in die Kamera halten darf, von ihren fleischigen Titten Brüsten ganz zu schweigen. Für diese Quote reicht die pseudo-witzige Moderation des Echos natürlich leider nicht aus. 
Doch nochmal zur Ausgangsfrage: angenommen, ich bin ein GEZ-Gebühren zahlender Bürger und interessiere mich nicht für die Hochzeit englischer Adliger (solche Menschen gibt es, liebe Programmchefs des öffentlich-rechtlichen Rundfunks): Dann habe ich heute schlechte Karten. Denn auf beiden Sendern läuft genau das gleiche!

Wie kann man eine solche Programmgestaltung nachvollziehen? "Gar nicht", schreit es aus meinem Hinterkopf. Doch ich will es zumindest versuchen: vielleicht dachte man, dass zwei verschiedene Moderatorinnen (Höppner-ARD, Webb-ZDF), ausgestattet mit verschiedenen Experten, das Event noch facettenreicher präsentieren können. Das mag theoretisch sein (auch wenn, wie ich gesehen habe, beide derart inkompetent sind, dass sie sich wenig nehmen). Allerdings kann man nicht zwei Programme gleichzeitig schauen, es sei denn, man verfügt über 2 nebeneinander im Wohnzimmer stehende TV-Geräte, die man parallel laufen lässt (auch hier müsste man aber bei einem Gerät den Ton abstellen und würde so die Hälfte verpassen).
Ebenfalls gegen diese These spricht die Länge der Berichterstattung: wenn man von 8 Uhr morgens bis Ultimo von einer Veranstaltung berichtet, fällt es schwer sich vorzustellen, dass irgendein Aspekt nicht berücksichtigt, irgendein "wichtiger" Punkt unter den Tisch fallen könnte.


Nein, viel wahrscheinlicher ist doch, dass sich die Herren Intendanten von ARD und ZDF (bzw. deren Programmchefs) wie so oft nicht abgesprochen haben. Wegen des ach so großen "Prestiges" dieser beknackten Hochzeit wollte sich es keiner der beiden Sender nehmen lassen, live zu berichten. Ist es nicht unglaublich, wie offensichtlich Eitelkeit und Mangel an Kooperation solche Entscheidungen beeinflussen? Und sollte nicht das Programm im Sinne der Gebührenzahler gestaltet werden, die Umfragen zufolge kein großes Interesse an diesem Event gezeigt haben?


Was, außerdem, sagt diese Programmgestaltung über die Meinung der ARD und des ZDF über sein reguläres Programm aus? Ist es denn so unwichtig, dass man einfach so alles streichen kann? Was passiert in Libyen, was in Syrien? Was ist im Bundestag los? Ich weiß es nicht, denn es wird nicht informiert! Ich sehe lediglich englische Backsteinhäuser, dämliche Bobbies und einen hässlichen adligen namens William, der heute den größten Fehler seines Lebens begeht und das kleine Stückchen Freiheit, das er bis heute noch besessen hat, an ein öffentlichkeitsgeiles Magermodel aus einer Neureichenfamilie abgibt.
Es ist alles peinlich, was im öffentlich-rechtlichen Fernsehen passiert, und würden nicht öffentliche Gelder dafür verschwendet, wäre es auch völlig egal.


 

Mittwoch, 27. April 2011

SUPER-GAU: DICKLIPPE SCHMID KONTROLLIERT LANDESHAUSHALT

Der merkwürdige Nils Schmid wird in Zukunft für die Verschuldung Baden-Württembergs zuständig sein. Er wird der neue Minister für Finanzen und Wirtschaft in Baden-Württemberg. Das steht im heute beschlossenen Koalitionsvertrag der Grün-Roten Landesregierung.

Als Sozialist ist ihm klar, auf welchen Pfaden er wandelt: auf den Pfaden von Hannelore Kraft, Gerhard Schröder, Sigmar Gabriel, Klaus Wowereit und all den anderen roten Landeschefs, die ihre Landeshaushalte in der Vergangenheit verschuldet haben und dann beim Bund betteln oder die Kommunen belasten mussten, die oft schwarz regiert sind und solide haushalten.

Vermutlich wird Schmids desaströses Gesamtschul-Projekt allein ein verheerendes Loch in den Haushalt reißen, da braucht es nicht mal andere hanebüchenden Ideen. Doch existieren tun diese allemal.  


Da wäre zum Beispiel die wahnwitzige Idee, die Studiengebühren wieder abzuschaffen, um die Lehre an deutschen Hochschulen weiter zu schwächen. Durch das kostenlose Hochschulstudium werden die Studenten angezogen, die erstmal drei Studiengänge ausprobieren, bevor sie sich überlegen, etwas Ernsthaftes zu studieren.

Schmid sagte in einem seiner unerträglichen Statements, eine Priorität liege auch darin, mehr Migranten an die Universitäten zu bringen. Mehr Migranten? Hatte ich das richtig verstanden? Mir war klar, dass Nils Schmid die Universität Stuttgart (Stadtmitte) schon seit einigen Jahren nicht mehr von innen gesehen haben kann. Denn eine höhere Migrantenquote ist kaum vorstellbar. Vorherrschende Sprache in der Universität ist Türkisch, gefolgt von Kroatisch, Serbisch und Albanisch. Deutsch rangiert hier eindeutig auf den hinteren Plätzen. Doch das würde einer wie Schmid natürlich nicht wahrhaben wollen. Durch die geplante Abschaffung der Studiengebühren werden die Schleusen weit geöffnet für Friseusen und Handyverkäufer, die sich aus Faulheit und Hybris für ein Hochschulstudium entscheiden, Seminarplätze belegen, sich in der Mensa über Handyklingeltöne und Nachtclubs unterhalten und sich insgeheim über die deutschen "Kartoffeln" ins Fäustchen lachen, die ihnen Freizeit zum Nulltarif unter dem Deckmäntelchen des Studiums servieren.


Lieber Schmid, wir leben nicht in deinem Sozialisten-Traumland, wo Bildung zum Nulltarif zu haben ist! Das konnte sich die BRD vielleicht in den fetten 70ern, den 80ern und zum Teil noch in den 90ern leisten. Dieser Zug ist aber abgefahren. Warum weißt du das nicht?


Ich bin der ehrlichen Auffassung, dass es diese Regierung in kürzester Zeit schaffen wird, die baden-württembergische Bevölkerung gegen sich aufzubringen. Nicht, weil sie sich besonders dumm anstellen wird, sondern weil ihre Ideen so offenkundig den Kernkompetenzen und den Werten der hier lebenden Menschen widersprechen - und zwar diametral.


Die Baden-Württemberger wollen keine Einheitsschule, sie wollen keine zusätzlichen Migranten an Hochschulen, und sie wollen keine Auto-Quote auf deutschen Straßen. Dies alles aber - und noch viel mehr Unfug - werden Schmid, Kretschmann und Co. verantworten. All dies ist an den naiven Wählern aber im K21- und Atomhype vorbeigegangen. Tragisch, aber besser man wacht nach 5 Jahren auf als gar nicht mehr.



Freitag, 22. April 2011

WO WAR KRETSCHMANNS "BESONNENHEIT" EIGENTLICH VOR DER WAHL? S21-VOLKSENTSCHEID IST BEREITS JETZT EIN DESASTER

Der "Besonnene" hat den Mund zu voll genommen
Das passiert, wenn man den Mund zu voll nimmt:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,758539,00.html.

Es war ja absehbar, dass S21 für die neue, linksgerichtete Stuttgarter Landesregierung noch zum Problemfall wird. Erstaunlich ist dennoch, wie schnell dies jetzt eingetreten ist. 
Erstaunlich auch, wie hilflos und dilettantisch die Grünen die Sache verkaufen. Der doch als so bodenständig, ja konservativ geltende designierte Ministerpräsident Winfried Kretschmann ist schon nach 3 Wochen ratlos - dabei ist er ja noch nicht mal im Amt!

"Besonnenheit", das sei eine seiner größten Stärken, so hat er sich zumindest selbst des öfteren charakterisiert. Wo genau, Herr Kretschmann, war ihre Besonnenheit vor der Wahl? Haben sie einen Blick in die Landesverfassung vergessen? Oder haben sie genau gewußt, dass ein Volksentscheid praktisch unmöglich ist, dies aber aus wahltaktischen Gründen verschwiegen?

In der Tat gibt es bei genauerer Betrachtung nur diese 2 Möglichkeiten; beide sprechen Bände über den Charakter der neuen Regierung:

Möglichkeit 1: Die Grünen hatten die Verfassung im Auge, auch den besagten Artikel 60, der besagt, dass mindestens ein Drittel der Stimmberechtigten bei einer Volksabstimmung dem Antrag zustimmen muss. Trotz ihres Wissens um diesen Verfassungsartikel machten sie Wahlkampf unter der Prämisse, nach der Wahl einen Volksentscheid durchzuführen. Sie wussten also, dass es nicht funktionieren kann, oder dass es zumindest enorm schwer werden würde.
Dies wäre eine unglaublich verlogene und verschlagene, aus politischen Gründen aber noch halbwegs nachvollziehbare Taktik. 
Möglichkeit 2: Noch verheerender wäre allerdings die zweite vorstellbare Version: Die Grünen waren der Landesverfassung nicht kundig, dachten, dass ein Volksentscheid sehr wohl möglich sei. Dies wäre zwar nicht verlogen. Doch Politiker, die Versprechungen machen, dabei aber nicht mal der von der Verfassung vorgegebenen Grundregeln kundig sind, sind nichts als Amateure und somit eine Schande für das Land.

Nun wollen die Grünen also die Verfassung ändern. Dafür benötigen sie eine Zweidrittel-Mehrheit im Landtag, wozu es aus guten Gründen nicht kommen wird. Trotzdem ist auch dieses Vorgehen absolut typisch für eine linke Partei. Denn linke Parteien wollen die Gesellschaft nach ihrem Gutdünken umgestalten, mit möglichst vielen Regeln, Verordnungen und Gesetzen. Linke Parteien wollen die Staatsmacht ausdehnen, linke Parteien wollen zentralstaatlich regieren. Linken Parteien ist das Subsidiaritätsprinzip fremd.

Einer konservativen Partei würde nicht im Traum einfallen, einfach mal so die Verfassung ändern zu wollen. Dafür müssten schon schwerwiegende Dinge passieren, schwerwiegender als der Bau oder der Nichtbau eines Bahnhofes allemal. Rechtskonservative Parteien bewahren das Gute, solange es nur möglich ist. Linke Parteien wollen den Radikalwandel.

Es ist beruhigend zu wissen, dass ihnen das nicht gelingen wird: Norbert Hauk hat bereits angekündigt, dass es unter seiner Regentschaft der Landes-CDU keine Verfassungsänderung geben wird.


An dieser Stelle übrigens nochmals herzlichen Glückwunsch an Thomas Bareiß, MdB der CDU aus dem Landkreis Sigmaringen, der im Bundestag als einer der wenigen Rückgrat bewiesen hat und zur Atomkraft steht. Auch hier kann man die zerstörerische Kraft der Linken beobachten, die wieder eine radikale Lösung anstrebt, und die Bewahrer auf der anderen Seite, die rational denken und in der Atomfrage leider momentan in der Minderheit sind. Doch auch das wird sich wieder ändern, wenn die Menschen begreifen, dass Strom aus erneuerbaren Energien teuer, ineffizient und gefährlich ist.

Donnerstag, 21. April 2011

NEUER UND DIE TRÄNEN

Prototyp der Heulbojen: Andi Möller
Es kommt in Mode, dass man als Fußballprofi öffentlich weint. Zuerst Stanislawski, jetzt Neuer. Aber es hat sie doch niemand gezwungen zu gehen, warum also so traurig?
Oder ist das Undenkbare der Fall, und das alles ist nur gespielt? Kaum vorstellbar...
Es ist aber natürlich auch schlimm, wenn man sich als Mittzwanziger zwischen zwei Millionenverträgen zu entscheiden hat, so wie Manuel Neuer. "Soll ich den Vertrag für fünf oder doch den für sieben Millionen im Jahr nehmen? Hmmm...". Bei solch schweren Entscheidungen darf man auch ruhig mal weinen. 

Mir sind trotzdem Ausraster à la Trapattoni lieber als dieses weiche Rumgeheule. Diese Krokodilstränen sind genauso nervig wie der ständige Versuch von außen, schwule Fußballer zum Coming-Out zu bewegen. Was sind das eigentlich für Leute, die Fußballer auf Teufel komm raus geoutet sehen wollen? Hat nicht auch jeder Schwule Fußballer das Recht auf Privatsphäre (was natürlich mit einschließt, seine Sexualität geheim zu halten)?

Das könnten sich die "Tatort"-Pädagogen mal durch den Kopf gehen lassen, wenn sie das nächste mal einen Film im ach so homophoben Fußball-Milieu spielen lassen, wie neulich geschehen im Hannoveraner Tatort mit der Ferres für Arme, Maria Furtwängler. 
 

Donnerstag, 14. April 2011

AI WEI WER?

Es ist ein schlechtes Zeichen, wenn deutsche Medien über Leute Ai Weiwei schreiben. Über Ai Weiwei zu schreiben ist so, wie über Mumia Abu Jamal zu schreiben. Als normal denkender Mensch kommt sofort der Impuls: "Was soll das?"
Keiner hierzulande kannte Al Weiwei, bevor er festgenommen wurde. Plötzlich aber geht ein Aufschrei durch das linke Wutbürgertum: unfassbar, in China wird ein Menschenrechtler festgenommen!
"Der Freitag" zum Beispiel schenkt dem Phantom Weiwei diesmal sogar seine Titelgeschichte. "Seit Monaten geht Chinas Regime gegen Journalisten, Blogger und Künstler vor", empört sich Felix Lee. Wirklich? Ein Polizeistaat geht gegen Journalisten vor? Es ist unerhört. Würde es nicht im "Freitag" stehen, würde ich es für eine glatte Lüge halten. Denn seit wann hat man in Polizeistaaten denn kein Recht auf Meinungsfreiheit?
Und seit wann gibt es in Deutschland einen derart eklatanten Überschuss an Journalisten, dass Themen wie der Super-GAU in Fukushima, der Linksruck in Baden-Württemberg, die Existenzkrise einer einstmals stolzen liberalen Partei (um nur ein paar Themen zu nennen) noch offene Kapazitäten zulassen?
Wer sich mit dem wirklichen China auseinandersetzen will - nicht mit dem Wunschbild eines linksliberal-europäischen Chinas, das von Komikern wie Giovanni di Lorenzo von der "Zeit" projeziert wird und in Phantomen wie Ai Weiwei Gestalt annimmt - soll sich lieber "Last Train Home" ansehen, eine beeindruckende Dokumentation des chino-kanadischen Regisseurs Lixin Fan über Wanderarbeiter, sozialen Aufstieg und die Metamorphose der chinesischen Kultur. 
 

Montag, 11. April 2011

IN LIBYEN WÄRE MEHR DRIN GEWESEN

Öl zum Nulltarif: Das wäre herrlich!
Guten Tag oder Salem Aleikum, wie man in Stuttgart-Süd sagt...

Wie die deutschen Politiker aller Couleur immer wieder sagten, die Errichtung der Flugverbotszone über Libyen sei ja vollkommen gerechtfertigt und natürlich auch in der Sache richtig, aber man dürfe ja auf keinen Fall Bodentruppen reinschicken. Das war für alle ganz klar, und ich fragte mich ständig, warum das eigentlich so war? Warum darf man denn keine Bodentruppen nach Libyen schicken, und wenn man das nicht darf, warum darf man dann eine Flugverbotszone errichten? Mal ganz davon abgesehen, dass Deutschland sich am Ende ja ohnehin enthalten hat.

Man will also einerseits Gaddafi davon abhalten, sein Volk zu vernichten. Andererseits will man es nicht mit Bodentruppen machen. Ich verstehe das nicht. Denn es wäre weitaus effektiver, zusätzlich noch massenhaft Divisionen reinzuschicken. Das Regime wäre schneller und effektiver entmachtet, der Prozess würde um ein Vielfaches beschleunigt.

Ganz davon abgesehen halte ich die Art und Weise der Intervention in Nordafrika für falsch. Sieht so etwa deutsche oder westliche Interessenpolitik aus? Wir im Westen müssen für unseren Einsatz auch eine Gegenleistung erhalten. Es kann nicht sein, dass Völker zum Nulltarif befreit werden. Anstatt also mit großem Aufwand Diktatoren zu entmachten und dabei zuzusehen, wie ein neues Regime eine neue Ära der Gewalt und der Unterdrückung entfaltet, sollten wir die Sache selbst in die Hand nehmen.

Ein neues Zeitalter der Kolonialisierung muss her. Wir müssen nicht nur deutsche Truppen dorthin schicken, sondern auch einen neuen Raum erobern, auf dem Deutsche sich ansiedeln. In Libyen etwa hätten wir hervorragende Möglichkeiten: wir könnten uns die Ölquellen aneignen und hätten sowohl im neuen libyschen Teil des Bundes als auch in der alten Bundesrepublik keine Energieengpässe mehr, ganz im Gegenteil: auf unabsehbare Zeit wären wir mit Öl versorgt, könnten fast zum Nulltarif tanken!

Zudem wäre Siedlungsraum in herrlichem Mittelmeerklima erschlossen, und eine strategisch wichtige Position in Nordafrika wäre unser eigen!

Aber dieser Traum wird nur ein Traum bleiben, weil unsere Hosenscheißer-Politiker sich von NATO- und UNO-Diktaten hetzen lassen und jede souveräne Eroberungspolitik im Keim ersticken.

So werden wir weiter die Illusion der "Menschenrechte" verteidigen, ein lächerlicher Mythos, ein linker Mythos, der den Mythen der globalen Erwärmung und Gleichheit der Geschlechter in nichts nachsteht.

Doch so ist das Los nun einmal, wenn der Zeitgeist links und grün ist, wenn Atomkraftwerke in einem Land abgeschaltet werden sollen, in dem Erdbeben jenseits der Stärke 4 auf der Richterskala so oft vorkommen wie Schneestürme in Mombasa.

Der einzige Trost, der einem bleibt, ist das Wissen, dass es sich tatsächlich lediglich um einen Zeitgeist handelt; ich hoffe, er wird in nicht allzu ferner Zukunft wieder geradegerückt.

Sonntag, 10. April 2011

VAN GAAL IST DAS NÄCHSTE OPFER DER INKOMPETENTEN BAYERN-BOSSE

Der beste Bayern-Trainer seit der Ära Hitzfeld
Jetzt haben die Bayern van Gaal also doch vorzeitig entlassen. Aber warum eigentlich? Hatten sie vor 3 Wochen, als man sich vorzeitig auf eine Beendigung des Vertrages am Saisonende einigte, erwartet, dass die Mannschaft plötzlich besser spielt?
Man hätte van Gaal bereits damals entlassen können. Hat man aber nicht. Die Entscheidungen machen keinen Sinn, sie werden immer wirrer, immer weniger nachvollziehbar.
Van Gaal hat hervorragenden Fußball spielen lassen. Im ersten Jahr hätte er fast das Triple geholt, dieses Jahr lief es holprig, in der Bundesliga sogar ziemlich schlecht. Andererseits standen die Bayern im Pokal-Halbfinale, in der Champions-League wurde der Titelverteidiger nach Belieben dominiert, nur durch leichtfertige Fehler schied man aus.
Erwarten die Bayern-Bosse allen Ernstes, dass man jedes Jahr durchmarschieren kann?
Genauso lächerlich ist es, plötzlich van Gaals Persönlichkeit als Motiv für den Rausschmiss anzuführen. Der Vorstand wußte, wie van Gaal tickt, es war allgemein bekannt, genau wie der FC Schalke wußte, wie Felix Magath arbeitet, und plötzlich völlig überrascht war, dass er alles selbst machen will. 
Wirr und dumm ist natürlich auch die Entscheidung, Jupp Heynckes zu verpflichten. Es soll die ganz sichere Nummer sein, ganz konservativ, ganz altmodisch, ganz langweilig. Es wird trotzdem unschön enden, aus dem einfachen Grund, weil auch hinter dieser Verpflichtung kein Konzept steckt, wie hinter keiner Trainerverpflichtung post-Hitzfeld ein Konzept gesteckt hat, was auch der Grund dafür ist, dass die Bayern nun seit 10 Jahren keinen internationalen Titel mehr gewonnen haben.
Was ist die Konsequenz aus diesen sich ständig wiederholenden Katastrophen?
Die Konsequenz müsste sein, dass Uli Hoeneß sich zurückzieht, den "Lehrlinger" Nerlinger kann er gleich mitnehmen. Dann würde nicht mehr geklüngelt, dann würden nicht mehr alte Männerseilschaften wie die mit "Don Jupp" zu solch verheerenden Entscheidungen führen. Die nächsten 2, 3 Jahre können sich die Bayern auf jeden Fall abschreiben. Der Biedermann vom Niederrhein jedenfalls wird keine goldene Ära einleiten.

Freitag, 8. April 2011

FDP-EXPERTEN WIE SAND AM MEER

Ja richtig, du bist zu jung !
Die Debatten, die dieser Tage innerhalb und über die FDP stattfinden, sind seltsam. Erstens ist merkwürdig, dass plötzlich die Talkshows und Zeitungen voll sind von Leuten, die alles ganz genau wissen: warum gibt es die FDP-Krise, wie sieht die Lösung aus, und so weiter. Wo waren diese Leute denn vorher?
Ganz voran Sprachepileptiker Hans-Ulrich Jörges vom "Stern". Für Leute wie ihn sind Talkshows erfunden worden: er weiß zwar wenig, kann aber ohne Punkt und Komma reden. Dabei redet er meist so viel, dass man nach seinen Elogen meist nicht mehr weiß, was er eigentlich gerade gesagt hat. Auch das gereicht Jörges allerdings zum Vorteil, denn es gibt wohl keine Meinung zu keinem Thema, die er noch nicht vertreten hat. Er saß jedenfalls bei Plasberg, glaube ich, und redete über die FDP. Nicht, dass er sich in Sachen FDP auskennen würde, nein nein. Aber das Talkshow-Thema war FDP, und man musste den fünften Platz in der Runde noch auffüllen, da bot sich mal wieder Jörges an. 
Zweitens ist mir eine FDP-interne Sache aufgefallen: Daniel Bahr, 34. Lindner, 34. Rösler, 38. In dem Alter eine Partei führen? Wie wär's mit Erfahrung?
Nicht, dass Erfahrung und Alter das Maß aller Dinge wären. Ich bezweifle allerdings ernsthaft, dass man mit Mitte Dreißig annähernd genug Lebenserfahrung besitzt, eine Partei zu führen. Da wäre mir lieber, man holte einen alten Haudegen zurück (wie wär's mit Gerhart Baum oder Wolfgang Gerhardt?).

PROTEST DER ULTRAS GEGEN NEUER IST LACHHAFT!

Ist etwas lächerlich, dass die Ultrà-Gruppierung "Schickeria" auf Uli Hoeneß losgeht. Wobei: es gäbe gute Gründe, auf Uli Hoeneß loszugehen, wenn man Bayern-Fan ist: zum Beispiel kann keiner erklären, warum er regelmäßig Leistungsträger abgibt, die gerade auf dem Zenit ihrer Leistungsfähigkeit sind und somit unersetzlich für die Bayern. Zum Beispiel Zé Roberto, Lucio, jüngst van Bommel. 

Oder was ist mit der Art und Weise, wie van Bommel abgeschoben wurde? Das selbe Schicksal ereilte einst Roy Makaay und Luca Toni.
Hoeneß' Entscheidungen waren als Manager oft unerklärlich. Man hatte oft den Eindruck, er wolle gezielt eine Mannschaft schwächen, die sich gerade gefunden hat.

Aber wie absurd sind denn die neuesten Vorwürfe? Neuer zu holen soll ein Fehler sein? Der FC Bayern wäre nicht der FC Bayern, wenn er nicht die besten Spieler kaufen würde, die gerade auf dem Markt sind.

Außerdem kann Neuer sehr wohl noch Münchner werden. Kahn war auch ein 100%iger Karlsruher, bevor er nach München kam. Eigentlich bestätigt die Schickeria-Aktion sowieso nur ein altes Vorurteil: die Bayern haben schlechte Fans. Damit schneiden sie sich also nur ins eigene Fleisch.