Sonntag, 26. Juni 2011

TEILERFOLG? NÄCHSTES MALHEUR DER ABGEHOBENEN FDP-NICHTSKÖNNERIN

Als Teilerfolg des öffentlichen Drucks kann man diese Meldung werten, die man heute morgen vernehmen konnte.
Im SPON-Artikel selbst jedoch offenbart sich das nächste "Fettnäpfchen" der Silvana Koch-Mehrin: anstatt ihr Mandat niederzulegen wechselt sie lediglich "in einen anderen Ausschuss." Jeder weitere Kommentar erübrigt sich. Diese Frau hat jegliches Gespür nie besessen oder komplett verloren.

DEUTSCHE WOLLEN GRIECHENLAND-HILFE NICHT / DIE IRRTÜMER DES PEER STEINBRÜCK

Der Wind dreht sich in Deutschland.  
Immer mehr Menschen zeigen Unverständnis über die beispiellose Verhöhnung des deutschen Volkes in Form von "Solidarität" mit Griechenland.
Der Wutbürger scheint seine Energie endlich nicht mehr auf Bahnhofsprojekte zu projezieren, sondern auf wichtige Dinge wie das Geld, das kommenden Generationen von Kindern, Arbeitnehmern und Rentnern zu fehlen droht.
Über einen Bürger, der Peer Steinbrück bei einer Podiumsdiskussion zuhören musste, heißt es im oben verlinkten F.A.Z.-Artikel:
Fast eine Stunde lang hat er vom Redner auf der Bühne zu hören bekommen, warum er Griechenland retten muss: Weil die EU Frieden bedeutet. Weil Deutschland neun Nachbarn hat. Weil wir die Nase nicht zu hoch tragen sollten. Dann drohe Krieg.
Was in den Ohren eines vernünftigen Menschen wie eine spinnerte Verschwörungstheorie klingen muss, meint Peer Steinbrück scheinbar ernst. Wohlgemerkt, es handelt sich hier um den selbsternannten "Kanzlerkandidaten" der SPD für 2013. Ironie pur, wenn er davon redet, man solle die "Nase nicht zu hoch tragen", als Mitglied einer Splitterpartei gleichzeitig aber Kanzler werden möchte.
Zur Sache: Steinbrück ist nur einer von vielen, die denken, ein wirres Institutionengeflecht namens EU, das keiner je wirklich begriffen hat, demokratisch nie legitimert, volksfremd, sichere den "Frieden in Europa".
Kann man das wirklich eine Minute lang glauben? 
In jeder denkbaren Konstellation hätte es nach dem verheerenden Zweiten Weltkrieg eine lange Friedensperiode gegeben, das ist meine Meinung. Viele Staaten lagen in Trümmern oder waren zumindest schwer beschädigt, materiell oder moralisch. Das Vorhaben, jetzt keinen Krieg mehr zu wollen, teilten damals alle Völker der Welt, nicht nur die europäischen, die schließlich die EWG und dann die EU gründeten.
Die EU entblößt sich dieser Tage aufs Gerippe: ohne Substanz, ohne Seele offenbart sie sich als das entrückte Konstrukt einiger Politiker, die in ihrer Eitelkeit Geschichte schreiben wollten und sich die EU ausdachten. 
Die EU ist und war immer politische Planwirtschaft: sie ist nicht gewachsen, sie ist konstruiert worden. Auf dem Papier, von Schreibtischtätern. Genau deswegen ist sie auch nie demokratisch gewesen, deshalb haben sie die Wähler auch nie verstanden: niemand konnte je etwas mit dieser "Idee" anfangen.
Nur eben SPDler wie Steinbrück oder Helmut Schmidt, die als jahrzehntelange Berufspolitiker nie die Bedürfnisse des arbeitenden Deutschen verstanden haben und sie nie verstehen wollten. 
Höhepunkt seit 1999 war also der Euro, eine nette Idee, aber eben sehr anfällig: schon allein die Tatsache, dass die Abwertung der Währung als eines der wichtigsten Instrumente, die Zentralbanken in Volkswirtschaften zur Verfügung stehen, von vorneherein unmöglich war, hätte zu denken geben müssen. In Griechenland wird dies nun bitter demonstriert: gefangen in der Währung und in der Rezession, können die Griechen nicht abwerten, es sei denn, sie kehren zur Drachme zurück. Die konstruierte Gemeinschaftswährung, die in der Europa-Euphorie der halluzinierenden Berufspolitiker von 1999 keine Rücksicht auf ökonomische Differenzen in Europa nahm, bricht den Griechen nun das Genick und zieht Deutschland dank Merkels und Schäubles Unfähigkeit zum Eingeständnis mit in den Abgrund.
Hans-Olaf Henkel hat im DLF gestern vorgeschlagen, Deutschland solle sich aus der Eurozone zurückziehen: dem kann ich nur vollen Herzens zustimmen.
Wir brauchen bald Politiker, die die Währungsunion und die EU für gescheitert erklären, ohne damit Europa aufzugeben, ohne in Fatalismus zu verfallen. Die europäische Idee der Schreibtischtäter ist gescheitert. Wir müssen zurückkommen zu demokratischen Konzepten mit Seele, und dies ist und bleibt der organisch gewachsene Nationalstaat: die Bundesrepublik Deutschland.  

Samstag, 25. Juni 2011

SINN UND HENKEL ZU GRIECHENLAND

Hans-Olaf Henkel und Hans-Werner Sinn in erhellenden Interviews im Deutschlandfunk zur Griechenland-Krise. "Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende" sagen übrigens beide.

Hans Werner Sinn vom 14.6.2011 

Hans-Olaf Henkel vom 25.6.2011 

Freitag, 24. Juni 2011

DIE SPÄTRÖMISCHE DEKADENZ DER SILVANA KOCH-MEHRIN

Profilneurose deluxe: Ohne Amt kommt sie wohl nicht aus
Die FDP hat in den letzten eineinhalb Jahren seit der Wahl viele Gründe angeboten, warum man sie 2013 auf keinen Fall wieder wählen sollte. Kurz erwähnt seien da nochmal die Steuerkürzungen für Hoteliers oder die Unfähigkeit, Gesetze in der Koalition durchzusetzen, die ihre Stammwählerschaft gern gesehen hätte (Entlastung des Mittelstands?).
Die Farce um Niebels Entwicklungshilfeministerium deutete bereits kurz nach der Wahl ein Maß an Heuchelei an, das fast surreal anmutete.
Man muss im Juni 2011 feststellen, dass die FDP in negativer Hinsicht noch zu mehr fähig ist. Silvana Koch-Mehrin ist jetzt Mitglied im Forschungsausschuss des Europäischen Parlaments. Was die Süddeutsche vollkommen richtig als "vorsätzliche Wählerbeleidigung" bezeichnet, ist eine Geschichte, die man mehrmals lesen muss, um sie zu glauben.
Seltsam mutete bereits nach Bekanntwerden der Plagiatsaffäre um Koch-Mehrin an, dass sie der Heidelberger Universität Scheinheiligkeit vorwarf: so habe diese doch genau gewusst, dass ihre Doktorarbeit deutliche Mängel aufweise. In Koch-Mehrins Welt ist also die Universität Schuld, dass ihre Studenten betrügen. Denkt man in der FDP generell so? Man muss langsam den Eindruck gewinnen...
Den fliegenden Wechsel im EU-Parlament vollzieht die "schöne" Koch-Mehrin übrigens mit Jorgo Chatzimarkakis, ebenfalls Plagiats-Betrüger.
Wie aus dem SZ-Artikel hervorgeht, ätzen aber mittlerweile nicht nur CSU-Politiker über die FDP-Politikerin, die 2009 schon durch astronomisch hohe Fehlzeiten im Parlament negative Schlagzeilen machte. Auch in der FDP-Zentrale in Berlin sei die ihre Berufung in den Ausschuss mit Unverständnis aufgenommen worden. 
Die Frage ist nur, ob die FDP endlich einmal Konsequenzen aus solch rufschädigenden und offensichtlich unmoralischen Verhaltensweisen seiner bekanntesten Politiker zieht. Ist Koch-Mehrin denn wirklich unentbehrlich? Nein, ist sie natürlich nicht! Rösler könnte klare Verhältnisse schaffen und sie aus der Partei entfernen. Doch der Filz der jungen Generation ist wahrscheinlich noch viel hartnäckiger als der der alten. Es ist unwahrscheinlich, dass überhaupt etwas passiert.
Fakt ist, dass die FDP es schlicht und ergreifend nicht verdient hat, im Bundestag zu sein. Politikerinnen wie Koch-Mehrin sind eine Schande für Deutschland. Sie betrügen schamlos, rechtfertigen ihren Betrug und greifen andere an. Später lassen sie sich Ämter zuklüngeln, für die sie offensichtlich keine Eignung haben. Armselig, armselig, armselig! Ich hoffe, Koch-Mehrin wird im Parlament isoliert, bekommt schwere Akne oder wird von Demonstranten gelyncht. Es ist tatsächlich eine "vorsätzliche Wählerbeleidigung", die hier passiert. Der Ruf von guten Politikern ist beschmutzt, der Ruf des EU-Parlaments und der Ruf der liberalen Partei sowieso.

PETITION GEGEN DIE TRANSFERUNION

In einer sehr deutlichen Stellungnahme hat Holger Steltzner bei faz.net endlich dem Mythos von der sogenannten "Kettenreaktion" widersprochen, die die EU ereilen könnte, sollte sie nicht Griechenland durch den unsäglichen ESM hunderte Milliarden Euro zukommen lassen.
Steltzner spricht sich für einen Schuldenschnitt als das kleinere Übel aus. 
Bei bundestag.de gibt es eine Petition, die gegen den Stabilitätsmechanismus gerichtet ist. Die Registrierung dauert keine 3 Minuten, es sind bereits 2500 Mitzeichner registriert, was wenig ist hinsichtlich der Tragweite der Entscheidung.
Dieser Wahnsinn muss gestoppt werden. Man kann nur hoffen, dass die griechische Opposition um Samaras sich dem Rettungspaket verweigert und der EU-Diktatur um Jean-Claude Juncker so der Geldhahn zugedreht wird.
Die Mehrheit der Deutschen sind gegen die Griechenland-Hilfen, die Mehrheit der Griechen sowieso. Das Land wird sich unter den gegebenen Spar- und Steuererhöhungsauflagen nie aus der Rezession befreien können, ganz zu schweigen davon, dass weder die Bereitschaft im Volk vorhanden ist noch die Politiker, die die richtigen Strukturen schaffen könnten.
Deutschland muss dringend die Insolvenzverschleppung stoppen. Wir können uns vom Mythos der "Kettenreaktion" nicht verunsichern lassen. Wie Steltzner ja schreibt, ist die Finanzwelt momentan stabil genug, die Pleite der kleinen griechischen Volkswirtschaft aufzufangen. 

Die Petition kann hier unterschrieben werden.

Montag, 20. Juni 2011

TRANSFERUNION BESIEGELT - DER HISTORISCHE 20.JUNI 2011

Der Einstieg in die Transferunion ist besiegelt.
Was sich im Laufe des letzten Jahres angedeutet hat, ist nun erschreckende Wahrheit geworden.
Der 20.6.2011 wird als historischer Tag in die Geschichte der EU, wenn nicht gar der Geschichte ganz Europas eingehen. Man kann nur hoffen dass das, was im Moment passiert, sich nicht zum schleichenden Staatsbankrott Deutschlands auswachsen wird, doch nichts ist mehr undenkbar.
Man muss es sich einfach auf der Zunge zergehen lassen: Wir sind von heute an nicht mehr lediglich eine Währungsunion, sondern eine Transferunion. Geld, was in Deutschland erwirtschaftet wird, wird an Staaten transferiert, die weniger Geld erwirtschaftet haben beziehungsweise so schlecht hausgehaltet haben, dass sie pleite gehen, wenn ihnen nicht geholfen wird.
Diese "Transferunion" ist also vielmehr eine "Sozialunion" mit dem Unterschied, dass nicht arbeitslosen Griechen oder Portugiesen deutsches Geld zugeschanzt wird, sondern beinahe bankrotten Staaten.
Doch wie wird sich der Beschluss der Troika auf den Spareifer der Griechen auswirken? Haben sich die Entscheidungsträger diese Frage gestellt? Und haben sie sich vor allem gefragt, welche Sanktionen erlassen werden, sollten die Griechen ihre Auflagen nicht erfüllen?
Denn natürlich wissen die Griechen jetzt, dass sie auf jeden Fall gerettet werden. Anlass genug für Papandreou und Co., jetzt die Zügel schleifen zu lassen.
Genauso wie Wowereit und seine Ostdeutschen Kollegen nicht zum Sparen gezwungen sind, da sie ja genau wissen, dass sie vom Solidaritätszuschlag regelmäßig Geld geschenkt bekommen.
Es ist eine dramatische Entwicklung, und ich halte sie für falsch - es ist die europäische Version des Solidaritätszuschlags.

DAS DFB-TRIO LÖW, BIERHOFF UND ZWANZIGER ENTPUPPT SICH EINMAL MEHR ALS NARZISSTISCH GESTÖRTER, ABGEHOBENER KLÜNGEL

Was haben sich denn Theo Zwanziger, Oliver Bierhoff und Joachim Löw dabei gedacht?
Im gestrigen "Tatort" spielten sie mit, Löw und Bierhoff kurz, Zwanziger etwas länger. Bei einer Besprechung werden sie von der Hiobsbotschaft überrascht, dass eine muslimische Nachwuchsspielerin ermordet wurde.

Oh Gott, und Zwanziger hält dann noch vor dem Team der Ermordeten eine Trauerrede: dabei ist er nicht einmal unauthentisch: er spricht in den selben hohlen Phrasen, die auch seine sonstigen Auftritte ausmachen. 
Doch ist es nicht etwas dick aufgetragen, wenn sie öde Fußballfunktionäre jetzt anmaßen, in Spielfilmen mitzu"spielen"? 
Dass Löw ein hoffnungsloser Narzisst ist, ist ja sowieso seit längerem offensichtlich. Absurderweise wird er ja immer als modeaffin bezeichnet, was mir unerklärlich ist, da er seit Jahren immer das gleiche Hemd trägt (gut, ab und an auch den V-Pullover, was ihm sein "Co-Trainer" Hansi Flick dann ja auch gleich nachgemacht hat).
Löw lässt ja mittlerweile keine Gelegenheit aus, im Fernsehen aufzutreten. Dabei versucht er trotzdem immer den Eindruck der Bescheidenheit und der Demut zu vermitteln: Ich bin ja NUR der Bundes-Jogi, die Medien sind für alles andere verantwortlich, und so gut wie die Medien tun, sehe ich ja wieder nicht aus, bla bla bla, Rabarber, Rabarber.
Und Zwanziger ist geil auf die Fußballerinnen, außerdem hat er ein unglaubliches Geltungsbedürfnis. Den Tod einer fiktiven Nachwuchsspielerin zu betrauern ist ekelhaft, aber natürlich weiß Zwanziger das nicht, denn er hat kein Gespür für so etwas.
Bei Bierhoff sind sowieso seit Jahren Hopfen und Malz verloren. Dass er nach seinem Heulkrampf bei der Enke-Pressekonferenz sich nun für diese Szene hergibt, ist schlicht und einfach befremdlich und eine moralische Fehleinschätzung, wie sie nur einem unglaublich dekadenten, emotional abgestumpften Yuppie unterlaufen kann.
Was sich Ballack wohl bei der Szene gedacht hat?

Donnerstag, 16. Juni 2011

Skulski und Ben "Wettervogel": Das ZDF at its worst

Ach, Yve Fehring.

Wären doch im "Moma" nur alle so wie Du. Du liest die Nachrichten ohne Firlefanz vor und informierst mich darüber, was in der Welt vor sich geht.

Andererseits bin ich mir fast sicher, dass auch Yve Fehring früher oder später auf einem Moderationsstuhl oder gar auf der "Moma-Couch" platz nehmen wird, um dann auch mal einen Witz zu machen und sich mit ihren Gurken-Kollegen vom Morgenmagazin pseudo-locker über das Weltgeschehen zu unterhalten.

Es ist heute ja scheinbar sowieso unmöglich, nur Nachrichtensprecher zu sein. Mitri Sirin war ein guter Nachrichtensprecher, als Moderator ist er ein Reinfall. Judith Rakers hat jetzt sogar beim Eurovision Song Contest mitgewirkt, war überflüssig wie ein Kropf - doch die Geltungssucht scheint bei Fernsehschaffenden doch sehr ausgeprägt zu sein: man macht einfach was, auf Talent kommt's dabei schon lange nicht mehr an.

Warum aber Thomas Skulski im TV gelandet ist, ist ein noch größeres Rätsel. Er kann kaum sprechen, seine Anmoderation wirkt wie eine Mischung aus der ersten Stunde im Logopädieunterricht und dem verzweifelten Versuch eines Erstklässlers, mit einem lustigen Reim den Klassenlehrer zu beeindrucken.

Ben "Wettervogel", der eigentlich Benjamin Vogel heißt (wie weit sind wir gekommen, dass sich bereits Meteorologen Künstlernamen geben müssen) steht Skulski in nichts nach. Sobald er auf die Wetterkarte sieht, hat er garantiert auch schon seinen Text vergessen. Es ist jedes mal das gleiche Ritual. Er legt sich einen Text zurecht (man merkt, das er zurechtgelegt ist), redet ein paar Sätze, dreht sich dann zur Karte um und - schwupps! - weiß er nicht mehr, was er vor einer Sekunde gesagt hat, ist völlig verwirrt und der schön vorformulierte Text wird zu einer Stakkato-Improvisation letzter Güte.

Schön sind auch Wettervogels Redepausen. Sie sind die wohl längsten im deutschen Fernsehen. Wenn er nicht mehr weiter weiß, pausiert er auch gern mal für einige qualvolle Sekunden, steht indisponiert vor einem Hochdruckgebiet überm Atlantik oder der Schwäbischen Alb und sagt einfach gar nichts mehr. Das sind faszinierende TV-Momente, die es ausschließlich im ZDF gibt.

Toll auch, wenn Wettervogel als Außenreporter unterwegs ist und bei strömendem Regen auf deutschen Campingplätzen steht und irgendwelche Uschis aus der Mark Brandenburg fragt, warum sie gerade hier campen und nicht irgendwo anders. Ben Wettervogel hat das Talent, an jedem möglichen Ort deplaziert zu wirken, und er schöpft dieses Talent allmorgendlich voll aus.

Mittwoch, 15. Juni 2011

MICHELLE BACHMANN (3) - BEITRAG ZUR GLOBALEN ERWÄRMUNG

Auch zum Thema "Globale Erwärmung" hat Michelle Bachmann einen wissenschaftlich bestechenden Beitrag im Kongress eingebracht. 
***
Abgesehen von ihrer offensichtlichen Ahnungslosigkeit weicht ihre Position vermutlich jedoch kaum von der Mainstream-Position der Republikaner zu diesem Thema ab. Diese lautet: "There is no such thing as global warming."

MICHELLE BACHMANN (2)

Zur Illustration Michelle Bachmanns viel besser geeignet als das vorher verlinkte Video ist dieses.
Immer wieder in Erinnerung rufen: Diese Frau will Präsidentin der Vereinigten Staaten werden (und hat Chancen, wenn auch überschaubare).

MICHELLE BACHMANN - EINE KANDIDATIN, WIE ES SIE NUR IN DEN USA GEBEN KANN

Michelle Bachmann kandidiert nun offiziell für das Amt des US-Präsidenten.
Was hat das zu bedeuten?
Zunächst sollten sich die US-Demokraten und alle Sympathisanten Präsident Obamas in Europa über diese Nachricht freuen. Denn das republikanische Lager entfernt sich durch die Kandidatur Bachmanns noch weiter von der politischen Mitte und driftet weiter ins rechtskonservative Niemandsland, das im Kern aus Parolen gegen eine angeblich sozialistisch motivierte staatliche Übernahme der USA durch Obama agitiert, sich also fern jeglicher Realität befindet.
Bachmann, so der US-Comedien Bill Maher vor einigen Wochen, stellt eine Alternative für diejenigen amerikanischen Wähler dar "who find Sarah Palin too intellectual". Damit wäre auch fast alles gesagt. Bachmann ist radikal, ohne intellektuell zu sein, gefällt sich in der Pose der die Verfassung verteidigenden Heartland-Amerikanerin, die gegen linke Medien und das böse Establishment angeht und hinterlässt dabei fast immer den traurigen Eindruck, nicht verstanden zu haben, von was sie redet.
Dabei hätten die Republikaner 2012 durchaus Chancen, Obama zu schlagen. Dieser erfreut sich zwar großer Beliebtheit (vor allem nach Bin Ladens Tötung), schafft es aber nicht, die US-Wirtschaft in Schwung zu bringen. Da schon Bill Clinton wusste, auf welches Feld es im Wahlkampf im Zweifel immer ankommt ("It's the economy, stupid"), weiß Obama wohl ebenfalls genau um seine größte aktuelle Baustelle.
Trotzdem muss er sich bislang keine Gedanken machen. Die Kandidaten der GOP sind schwach. Huckabee tritt gar nicht erst an, Trump war von Anfang an eine Witzfigur. Mitt Romney wird chancenlos bleiben, nicht zuletzt aufgrund seiner Mormonen-Religion, die selbst Amerikanern als recht durchgeknallt aufstößt. Tim Pawlenty ist ein blasser Kandidat, Huntsman relativ unbekannt. Sollte also am republikanischen Himmel nicht noch ein Stern aufgehen, der ähnlich hell leuchtet wie der Obamas 2008, ist nicht damit zu rechnen, dass das Rennen nächstes Jahr sonderlich knapp wird. Michelle Bachmann jedenfalls wird dafür nicht sorgen.  

ZITAT (I)

"If there is anything worse than a young conservative, it is an old reactionary." - Peter Hitchens

Dienstag, 14. Juni 2011

ANJA HEIDE, WULF SCHMIESE - EIN NEUER TIEFPUNKT

In der nach unten scheinbar endlos offenen Qualitätsskala der "Morgenmagazine" der öffentlich-rechtlichen Sender hat das ZDF heute die Meßlatte noch ein bißchen höher gelegt (bzw. niedriger).
Anja Heide brachte in ihrer "Schicht" von 5.30 Uhr bis 7.00 Uhr (warum man den Moderatoren nicht zumuten will, mehr als anderthalb Stunden am Stück zu moderieren, weiß man beim ZDF wohl nur allzu genau) das Kunststück fertig, bei einer ihrer Anmoderationen kein einziges Mal in die Kamera zu schauen, so beschäftigt war sie mit dem Ablesen ihres Textes vom Blatt (!). Ich fragte mich dabei, ob Teleprompter beim ZDF noch nicht im Umlauf sind.  
Denkt Heide eigentlich, sie sei Journalistin? Denkt sie, sie sei ein kritisch denkender Mensch? Ich befürchte, sie tut dies. Ich glaube nicht, dass das Niveau einer Nachrichtensendung noch weiter in den Keller sinken kann. Heide hat das Zeug zur Saftschubse in der Lufthansa-Maschine von Hannover nach Stuttgart. Die schlüssige Darstellung und Vermittlung von Außenpolitik, wirtschaftliche Zusammenhänge und Themen gesellschaftspolitischer Relevanz überfordern sie derart, dass einem beim bloßen Zusehen ganz schwindlig wird. Die flapsige Art, mit der sie versucht, ihre fast obszöne Inkompetenz auf jeglichem Fachgebiet zu übertönen mag (ganz) am Anfang noch frisch und unbedarft wirken, doch verkommt schon nach wenigen Auftritten zu einer peinlichen Farce. Ich kann mir ihre Existenz in dieser Sendung eigentlich lediglich mit Klüngel erklären. 
Andererseits sind ihre Kollegen ja nicht gerade besser. Wulf Schmiese, dem zumindest Fachkompetenz zugute gehalten werden müsste (schließlich war er FAZ-Redakteur) hat sich nach holprigem Beginn zu einer Heide fast ebenbürtigen Plage und stetem Quell von Fremdscham entwickelt. Er wirkt gehetzt, verspricht sich ständig, fällt seiner Kollegin Hajali mit zuverlässiger Regelmäßigkeit ins Wort und lässt jegliche Lockerheit vermissen, die gute Moderatoren normalerweise auszeichnet. Schmiese hat sich mit seinem Wechsel ins Fach der bewegten Farbbilder keinen Gefallen getan; er ist jedoch eher ein Opfer des Mediums, in dem er sein Können nicht zeigen kann. Heide hingegen besitzt weder Können noch Intellekt, wäre also im Printbereich genauso hoffnungslos wie in ihren TV-Auftritten.
Noch sind Lorig und Gesthuysen in Führung. Das ZDF arbeitet indes schwer an der Ablösung des schlechtesten Morgenmagazins.  

Donnerstag, 9. Juni 2011

KINO.TO

Schade, dass Kino.to nicht mehr zugänglich ist. Wo soll man denn von nun an die guten alten Columbo-Folgen sehen?
Ich hoffe, die Seite wird bald wieder zugelassen. 
Es ist klar, dass sich die Produktionsfirmen ärgern, dass die Leute nicht ins Kino gehen und ihnen damit Einnahmen ausbleiben. Vor allem bei den aktuellen Filmen. Schließlich müssen die Regisseure, Schauspieler und alle anderen Beteiligten bezahlt werden. Außerdem ist es natürlich nicht koscher, sich einfach an Leistungen zu bedienen, die eigentlich etwas kosten. 
Aber mal ganz ehrlich: bei Kino.to gab es ja nicht nur die neuesten Blockbuster. So weit ich weiß, war die Qualität der neuesten Filme ohnehin meistens schlecht.
Aber was ist mit alten "Columbo"-Folgen von 1971 oder Spielfilmen wie "Am Anfang war das Feuer" von 1981, die schon längst Klassiker sind? Sollte man dafür wirklich noch bezahlen müssen oder sind solche Filme nicht längst ins allgemeine Kulturgut übergegangen? Die Frage beantwortet sich von allein.
Zudem müssen sich die Produktionsfirmen mal an die eigene Nase fassen: sie haben es verpasst, im Internet legale Streaming-Seiten anzubieten und haben so Tür und Tor für illegale Anbieter geöffnet. Viele Nutzer wären mit Sicherheit bereit, ein kleines Entgelt zu zahlen, um Filme online in sehr guter Qualität zu sehen. 

DAS UNWORT "FAMILIENTRAGÖDIE" / "FRAU" MERKEL

Heute gab es wieder mal eine "Familientragödie" in Deutschland.
Genauer gesagt in Aachen. Was ist passiert? Ist eine Familie bei einem Autounfall ums Leben gekommen? Gab es einen Großbrand, und eine Familie wurde ausgelöscht?
Nein, nichts dergleichen. 
Mal wieder verwenden viele Medien das Wort "Familientragödie", wenn ein Mann seine Frau umbringt. Dies ist sicher auch tragisch, zumindest für die Frau und für die Kinder, sollte es welche geben.
Doch der Begriff "Familientragödie" ist nicht angemessen. Noch viel weniger ist er angemessen, wenn ein Elternteil - meist sind es die Väter - beschließen, ihre Kinder und Frauen auf einen Streich zu töten, meist als "Verzweiflungstat", auch so eine seltsame Formulierung. Ständig spricht man hier von "Familientragödien", als handelte es sich um eine zwangsläufige, ins Unglück führende Kette von Ereignissen, an denen alle irgendwie ihren Anteil haben. 
Könnte man es nicht Mord oder Totschlag nennen? Das käme der Wahrheit nämlich bedeutend näher.
***
A propos seltsame Begriffe in der Presse: warum wird unsere Bundeskanzlerin im Deutschlandfunk und in der FAZ eigentlich immer als "Frau Merkel" bezeichnet, à la "Frau Merkel nahm die Freiheitsmedaille in Empfang"? Wie wär's mit "Merkel", genau wie man auch "Steinmeier" oder "Fraktionsvorsitzender Steinmeier" sagt, jedoch nicht "Herr Steinmeier redet im Bundestag" oder "Herr Gabriel sagte, er wolle in der nächsten Woche 2 kg abnehmen." "Frau Merkel" klingt nach Sekretärin, "Bundeskanzlerin Merkel" klingt nach Bundeskanzlerin.

Mittwoch, 8. Juni 2011

DEUTSCHLANDFUNK AUF ABWEGEN: EVA WOLK FEAT. CHRISTIANE LICHT

Der Deutschlandfunk ist eine Bastion. Einer der wenigen guten Gründe, GEZ-Gebühren zu zahlen. Ja, ich denke, kein privater Radiosender würde es hinbekommen, das Tagesgeschehen so vielfältig aufzubereiten wie der Deutschlandfunk und dabei meist noch recht unterhaltsam zu sein. Doch genug der Sabbelei. Es gibt Ausnahmen von der Regel.

Never underestimate the Deutschlandfunk
Manchmal werden die Tage beim Deutschlandfunk auch seeehr laaang. Das Gefühl hat man zumindest bei einigen der Themen, die einem ab und an unter die Nase gerieben werden. Heute in der "Länderzeit", live aus Schwerin, ging es um Kinderarmut und Hilfestellungen für sozial benachteiligte Familien. Na gut. 

Kannten Sie Louis Bangs? Einer der wenigen eingefleischten indischen Jazzmusiker, der in den Sechziger und Siebziger Jahren in Kalkutta Acid Jazz spielte und eine kleine, aber lebhafte Fangemeinde rekrutierte? Nein? Dann hören Sie mal besser den Deutschlandfunk!

Highlight aus der Ecke "Skurrile Themen verquaster und gelangweilter Journalisten" war heute ein Beitrag in der immer wieder zum sich erhängen langweiligen Sendung "Campus und Karriere". Gähn! Um was ging's? 

Sendungsbestimmendes Thema waren heute innovative und erfindungsfreudige Studenten. Eine davon ist Christiane Licht aus Münster, die eigentlich Medizin studiert, sich aber auch für Musik und Geheimschriften interessiert und sich doch tatsächlich folgende Frage stellte:

"Wieso müssen verschlüsselte Botschaften eigentlich auch immer danach aussehen?"

Und sind wir doch mal ehrlich: Stellen wir uns nicht täglich insgeheim genau diese Frage? Wir sind permanent mit Geheimschriften konfrontiert, wissen aber eigentlich genau, dass sie auch anders (sprich: viel "peppiger" und "fetziger") aussehen könnten!
Doch die angehende Ärztin hat sich zu dieser geradezu thrillerhaft spannenden Thematik noch weitere Gedanken gemacht. Lesen Sie selbst:


"Die Grundidee war, die häufigste Note in deutschen Musikstücken mit dem häufigsten deutschen Buchstaben zu verschlüsseln. Der häufigste deutsche Buchstabe ist bekannt, das ist das E, gefolgt vom N, vom A ... A. Bei der Suche im Internet nach der häufigsten Note gab es nichts. Es hatte noch niemand geforscht, was die häufigste Note in Bach-Stücken ist oder die häufigste Note in Volksliedern. Und dann habe ich mich daran gemacht, Noten zu zählen gemacht - und habe 40.000 Noten von Hand gezählt, bei Bach, Vivaldi und Mozart, um wirklich zu wissen, was die häufigste Note ist. Und ich hab also alle Noten, die gezählt worden sind, addiert, und geguckt, welche Note ist denn hier die häufigste. Und das war das D2 ..."

Hmmm...also angenommen, der DLF veräppelt uns hier nicht, dann hat diese Dame wirklich 40.000 Noten von Hand gezählt. Und sich gefragt, warum noch niemand in der Geschichte der Menschheit auf die Idee gekommen ist, die häufigste Note in Bach-Stücken und Volksliedern zu zählen. 

Ein Fall für die Psychiatrie? Vielleicht.

Doch vermutlich ist die Therapie einfacher: gesucht wird von nun an dringend ein junger Münsteraner mit sozialem Gewissen, der Christiane Licht in jeden Club, auf jeden Wet-T-Shirt-Contest mit anschließendem Wodka-Vollsuff, in jede Spielhalle und auf jeden öffentlichen Platz begleitet, so dass sie NIE mehr auf die Idee kommt, Noten von Hand zu zählen, Geheimschriften zu vertonen oder andere "innovative" Ideen zu produzieren. Ein schwieriges Unterfangen, zugegeben, doch hier ist Not am Mann.

Dass sich verquaste Menschen an Universitäten tummeln, ist nichts Neues. Dass die Redakteure des DLF ein beispielloses Talent haben, verquaste Menschen in ganz Deutschland aufzuspüren, um sie im Radio zu "featuren", ist auch kalter Kaffee.


Aber mal ganz ehrlich, Eva Wolk (hat den Beitrag erstellt): haben sie hier nicht den Bogen etwas überspannt?
 












Dienstag, 7. Juni 2011

WEINERGATE STIEHLT MERKEL DIE SHOW

Arme Angela Merkel: da reist man in die USA, will sich die "Medal of Freedom" abholen, sich von Süßholzraspler Obama mal nur Nettes erzählen lassen und sich ein paar Stunden von der blöden Atomenergie-Debatte loseisen.
Und dann packt Anthony Weiner seinen Schniedel aus und hat alle Schlagzeilen. Es wäre aber doch zu schön gewesen für Angie. Doch ein waschechter Sexskandal ist nun mal von größerer Bedeutung im Land der unbegrenzten Prüderie.
Anthony Weiner, demokratischer Abgeordneter im Repräsentantenhaus, verheiratet, hatte mehrere "Online-Bekanntschaften", denen er in den vergangenen Monaten über Twitter recht unansehnliche Fotos seiner grauen Boxershorts (inkl.Beule), seines Oberkörpers und weiterer Körperteile zukommen lies. 
Man fragt sich ab und an, warum eigentlich nur amerikanischen Politikern solche peinlichen Malheurs unterlaufen. Sind die Politiker drüben generell dümmer und ungeschickter? Ja, natürlich. Doch auch unsere Schlips tragenden Nichtsnutze sind geistig ja bekanntlich eher minder bemittelt. Also was? Seehofer, gut, er hatte eine Affäre. Weiter? Vielleicht hat sich die Presse in diesen Dingen bei uns ja ein Schweigegelübde auferlegt.
Angela jedenfalls ist's sowieso egal. Hauptsache, sie hat nen Tag frei von Kauder, Oppermann und Mißfelder oder wie die talentfreien Wadenbeißer alle heißen. Die sollten zur Abwechslung vielleicht auch mal ein paar Bilder ihrer Pimmel machen und Merkel twittern, das wäre wenigstens mal ein kreativer Beitrag ihrerseits.

Sonntag, 5. Juni 2011

PRESSECLUB, TRICHET UND DAS LINKE KLEINOD NAMENS BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND

Es gibt viele verschiedene Zeichen, die ein schlüssiges Gesamtbild ergeben, wenn man sie richtig deutet. Zur Zeit deutet sich ziemlich klar der Untergang der Bundesrepublik an. 

Die Zeichen dabei reichen von Randerscheinungen bis hin zu weitreichenden politischen Weggabelungen.
Ich glaube, dass auch Details viel über die Lage der Nation preisgeben. Ein Detail ist, dass Sven Lorig vom "morgenmagazin" heute den altehrwürdigen "Presseclub" moderiert hat. Eigentlich war der Auftritt gar nicht so übel. Wenn man Lorig allerdings wie ich seit Monaten morgendlich in der ARD betrachtet,  weiß, wie inkompetent er fachlich ist und welches Zeugnis sich die ARD ausstellt, wenn sie die einzige ernstzunehmende politische Sendung im deutschen Fernsehen mit dem Pilawa für Arme besetzt.

Es ist wohl als Zugeständnis an den Mainstream zu werten, dass statt kompetenten Moderatoren (Herres) auf schleimige Schwiegersöhne zurückgegriffen wird. Frappierend ist auch die Tatsache, dass man Hans-Ulrich Jörges vom Stern in die Runde eingeladen hat. Jörges hat jede Position schon mal vertreten, hat eine Meinung zu allem, die aber immer auch konsequent von derjenigen abweicht, die er noch eine Woche vorher vertreten hat. Einen opportuneren Journalisten kann man sich nur schwer vorstellen, außer vielleicht Hajo Schumacher, aber der ist ja auch kein Journalist, sondern nennt sich nur so (siehe dieser Blog).


Details sind wichtig, große Entscheidungen sind unser Schicksal. Die Entscheidung von Jean-Claude Trichet, Griechenland weitere Milliarden zur Verfügung zu stellen, ist keine Fehlentscheidung, sondern ein Skandal erster Güte. Trichet trifft die Entscheidung aus Eitelkeit, da er sich nicht eingestehen will, dass seine Kreditpolitik bereits jetzt offenkundig gescheitert ist. Griechenland hat keines der Kriterien erfüllt, die als Bedingung für weitere Kredite angeführt wurden. Trotzdem wird neues Geld ausbezahlt. Was soll man davon halten? Dass das deutsche Volk hier schon lange nichts mehr mitzureden hat, ist so erschreckend wie europapolitische Normalität. Die Entscheidungen in Sachen EU und Griechenland werden so konsequent am Volk vorbei getroffen, dass man hier schon lange nicht mehr von einer demokratischen Struktur sprechen kann. Die Herren, die über unser Geld entscheiden, sind ja keine Deutschen. Sie heißen Trichet oder Juncker, Lagarde oder Barroso und diktieren unserer diskreditierten Bundeskanzlerin die Politik, die sie nett abnickt.

"The Democrats have moved to the right, the Republicans have moved into a mental hospital", stellte US-Comedian Bill Maher einmal fest und lamentierte, dass es in den USA keine Partei gebe, die links-progressive Positionen vertritt. Und tatsächlich vertreten die Demokraten in den USA hauptsächlich Positionen, die hier in Deutschland als rechtskonservativ und wirtschaftsfreundlich angesehen würden. 
Das liegt vor allem daran, dass unsere politische Landschaft in ihrer Gesamtheit so weit nach links gerückt ist, dass rechte Positionen in den Medien faktisch nicht repräsentiert werden. Oder ist es ein Zufall, dass heute Ines Pohl von der linken "taz", nicht aber ein Gegenpol von der "Jungen Freiheit", wenigstens aber von der "FAZ", sondern eben nur Jörges, einer von der "Augsburger Allgemeinen" (soll das der Alibi-Rechte gewesen sein?) und eine Dame von der "Süddeutschen" im Presseclub saßen?

Die aktuellen Entwicklungen in der Atomdebatte zeigen, wie sich Deutschland Stück für Stück ein linkes Kleinod einrichtet, sich dabei aber immer weiter von globalen Trends entfernt. Es ist kein Zufall, dass die BRD als einziges (!) von allen industrialisierten Staaten den Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen hat. Diese so eindeutig merkeltypisch opportunistische Entscheidung (die in CDU-Kreisen wahrscheinlich niemand wirklich gutheißt) erinnert mich ein bißchen an zu Guttenbergs angeblich so "gut bestelltes Haus". Dieser radikale und völlig voreilige Ausstieg wird nur Verlierer hervorbringen: sowohl die Menschen in Deutschland, die wieder Opfer von politischen Entscheidungen werden und wohl viel mehr für Strom ausgeben werden, als auch die Umwelt, die es der Politik sicherlich nicht danken wird, dass ab 2022 wieder vermehrt auf fossile Energiequellen zurückgegriffen werden muss.


Eines muss man den Grünen und der SPD nämlich bei all ihrer Verlogenheit lassen: immerhin sind sie in ihrem Denken konsequent. Sie wollten tatsächlich schon seit langer Zeit den Atomausstieg. Es war für mich undenkbar, dass sich die CDU noch weiter diskreditieren kann, doch sie hat es durch die Kernkraftdebatte doch tatsächlich geschafft. Seit langem ist sie keine rechtskonservative Partei mehr. Doch die Verlogenheit, die Merkel und Co. hier an den Tag gelegt haben, ist beispiellos und ohne geschichtliche Parallelen.