Montag, 7. Mai 2012

Krugman begrüsst Hollande

Wie zu erwarten war, begrüsst Paul Krugman in seiner neuesten Kolumne die Wahl Francois Hollandes zum französischen Staatspräsidenten sowie die deutliche Abfuhr für die griechischen Parteien, die für die von Brüssel aufgezwungenen Sparmaßnahmen stehen. 
Auch auf den hier bereits behandelten "Economist"-Artikel, in dem versucht wird, dem eigentlich völlig harmlos erscheinenden Hollande ans Bein zu pinkeln und ihn als "Gefahr Europas" darzustellen, geht Krugman kurz ein.

Sein Mantra, auch im aktuellen Beitrag bekräftigt: die Sparanstrengungen seien genau das falsche Mittel gegen die Krise; sie haben in den letzten zwei Jahren keine Früchte getragen; mehr Stimuli müssten her, und, wie gesagt, die Wahl Hollandes sei eine gute Sache, denn so bestehe die Chance, dass dem verfehlten Merkel'schen Spardiktat effektiv entgegengewirkt wird.

"What is true is that Mr. Hollande’s victory means the end of “Merkozy,” the Franco-German axis that has enforced the austerity regime of the past two years. This would be a “dangerous” development if that strategy were working, or even had a reasonable chance of working. But it isn’t and doesn’t; it’s time to move on. Europe’s voters, it turns out, are wiser than the Continent’s best and brightest."

Krugman zieht auch recht offen die Option in Betracht, den Euro aufzulösen, auch wenn dadurch das europäische Projekt in Gefahr geriete. Das Argument ist alt: um Griechenland und andere gefährdete Staaten wettbewerbsfähig zu machen, müssten diese billiger werden - was nur durch Abwertung ihrer Währung ginge. Der Euro macht das allerdings unmöglich.

Krugmans Mantra bleibt also bestehen: 
"So spending cuts in a depressed economy just make the depression deeper."
Wenn Schäuble, Merkel und Barroso das verstanden haben, ist es aber vielleicht leider schon zu spät.

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