Montag, 12. November 2012

Journalismus auf Silke-Burmester-Niveau: Grasnarbe

Warum nicht mal wieder Spiegel Online lesen, dachte ich mir vor ein paar Minuten. Hatte ich irgendwie schon länger nicht mehr gemacht.

Schnell fiel mir aber auch wieder ein, was der Grund war. Die niveaulosen Kolumnisten. Zum Beispiel Silke Burmester, "freie Journalistin und Dozentin (sic!) aus Hamburg", wie man bei "SPON" über sie lesen kann.

In ihrer neuesten Kolumne versucht sich die Blondine an einem Lobgesang auf Stefan Raab und seine neue politische Talksendung (siehe dieser Blog). Sie beginnt folgendermaßen:

Oh, Stefan Raab!
Du bist der König im Affenstall, der größte Klettermax! Springst ohne Hast von Ast zu Ast, das ist für Rampensäue ein Klacks!

Wie wir am Morgen danach wissen, ist Stefan Raab ja kläglichst gescheitert mit seinem Format. Das nur nebenbei. Warum aber müssen sich Journalisten so schamlos an TV-Macher anbiedern? Und seit wann? Und: müssen sie wirklich? 

Vielleicht liege ich auch falsch, aber ich dachte immer, Aufgabe von Journalisten sei es, Dinge kritisch zu hinterfragen. Fans hat Raab ja sowieso genug.

Aber, höre ich jetzt einige sagen, Burmester schreibt doch eine Kolumne! Und die sind ja nicht ganz ernst gemeint! Sondern eher so ein bißchen ironisch! 

Ach so. Blödsinn. Burmester ist Fan, und ihr ironischer Unterton kann daran auch nichts ändern. Wer zum Teufel hat ihr eine Kolumne verschafft?

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