Sonntag, 6. Januar 2013

Sirin kommt für Jobatey - ZDF im freien Fall

In diesem Blog habe ich schon mehrfach auf das himmelschreiende Dummdämlich-Tandem namens Anja Heyde und Mitri Sirin hingewiesen. Besonders Heyde habe ich unzählige Kommentare gewidmet, weswegen ich heute davon absehen will, weitere Worte über sie zu verlieren. 

Eine Meldung von heute nötigt mich allerdings dazu, noch einmal darauf hinzuweisen, was für ein selbstverliebter Journalistendarsteller Mitri Sirin ist. Denn er wird, glaubt man den Meldungen des heutigen Tages, Nachfolger von Cherno Jobatey

Während Jobatey in den letzten Jahren immer wieder Zielscheibe von zum Teil widerlichen Angriffen war, gilt Sirin indes als guter Journalist. Das verstehe ich nicht. Denn Jobatey mag einen eigenwilligen Modegeschmack haben. Turnschuhe zum Sakko ist nicht gerade hohe Mailänder Schule. Aber das ist mir egal. Er ist ein respektabler Journalist, kann Interviews führen und ernst werden, wenn Ernsthaftigkeit geboten ist. Sein Geblödel fand ich nie schlimm, denn er nahm sich dabei nie wichtig.


Sirin ist anders. Er findet sich geil. Für jeden Zuschauer, der an einer niveauvollen Nachrichtensendung am Morgen interessiert ist, ist Mitri Sirin eine Katastrophe. Er ist oft unvorbereitet, lümmelt auf dem Sofa herum als sei er in der Pubertät, redet ständig über sein Privatleben. Im Zusammenspiel mit Anja Heyde ist er unerträglich. Die beiden verhalten sich wie turtelnde 16jährige. Dass sie sich nicht gegenseitig in den Schritt greifen, wundert mich, aber es ist vielleicht nur eine Frage der Zeit. Es steht zu befürchten, dass dieses Team uns auch weiterhin beehren wird, und dem sowieso auf dem Sterbebett liegenden öffentlich-rechtlichen Journalismus in Deutschland einen weiteren, sehr schmerzhaften Todesstoß versetzen wird.

Der morgendliche Kindergarten der Desinformation muss ein Ende haben. Doch mit der Berufung Sirins wird er fortgesetzt. Das ist schrecklich, und es ist beklemmend. Es ist die Fortsetzung einer Art von Infotainment, das in der ARD mit der Fratzenbaggage um Sven Lorig und Anna Planken ihren Tiefpunkt erlebt und nun auch endgültig das ZDF erfasst hat. Wohin steuert das Schiff der morgendichen niveauvollen Information? Es ist längst auf einer Klippe gestrandet.

Mitri Sirin wird in diesem Blog weiterhin beobachtet. Es kann nicht sein, dass wir Clowns bezahlen. Nicht, wenn es um Nachrichten geht.  

 

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

So lasst uns nunmehr, liebe Brüder und Schwestern, die zahllosen, sprachskatologisch geblähten, mit heissem Hammer zusammengezimmerten prosaischen Verbalschinken
unseres vielgeliebten omnipotenten Polyhistors Mitri,
nach ihrer rezensorischen Zwangsguillotinierung, unter Zuhilfenahme der momaeigenen Poussierchaiselongue "Anja", liegend in die literarische Pathologie verbringen, sie dort von nekrophilen Lyrik-Sodomisten gemäß Catulls

"quare desine, dum licet pudico,
ne finem facias, sed irrumatus"

schänden und anschliessend anonym unter angemessener Anteilnahme der öffentlich-rechtlichen Organe im "Compartement für nichtekklesiogenen Verbalschrott" der ZDF-Mediathek versenken.

Für den jedoch jüngst auf tragische Weise verschollenen Mo-Ma-Kommendatore Tschernole, sollte noch nachträglich der "Silberne Pour le merite der Gemeinnützigen Gesellschaft zur Pflege der morgendlichen Sprachhygiene" verliehen werden, welcher, einmalig zur Meenzer Fassenacht, zur Veröffentlichung einer linksdrehenden, hexametrisch gedrechselten Glosse in der ZDF-Kreppelzeitung, "Lerchenbergs Morgenmagazingeisterfahrt", unter dem Titel "MoMa im Koma" berechtigt.