Dienstag, 5. Februar 2013

Servus, Andre Siems,

du bist Sportreporter und berichtetest heute vom Auftakt der alpinen Skiweltmeisterschaft im österreichischen Schladming.

Im Live-Gespräch mit dem Moderator von "B5 aktuell" beschwertest Du dich darüber, dass das Rennen schon mehrmals abgebrochen worden war und nun schon wieder ein Abbruch stattgefunden habe.

Denn, so erklärtest Du, Andre Siems, ein Streckenposten habe sich "schwer verletzt". Zuerst habe man ihn "normal" abtransportieren wollen, doch da die Verletzungen sich als zu erheblich herausgestellt hatten, habe man den Notfallhelikopter beordern müssen. 

So viele Abbrüche! Eieiei! Dieses Wetter! Könne das Rennen denn weitergehen, fragte der B5-Moderator ganz eifrig interessiert? Könnten denn die deutschen Fahrerinnen an den Start? Es sei nicht klar, sagtest dann Du, Andre Siems, du wollest dich gar nicht mehr festlegen, gar keine Prognose mehr abgeben, zu oft habe man sich heute schon im Wetter getäuscht. 

Was folgte, war ein emsiges Fachgesimpel über Ski-Alpin, über blauen Himmel, der sich vielleicht ja doch noch hinter den dichten Wolken zeigen könne, ob, vielleicht, wer weiß, wäre ja schade, wenn nicht. Geärgert hast Du dich, Siems, über die "Zwischenfälle", ja, das war Dir deutlich anzumerken. Diese verflixten Zwischenfälle.

Da saß ich nun im Auto, am Radio, und dachte mir: wie geht es denn dem "Zwischenfall"? Dem Streckenposten? Was hat er? Ist er lebensgefährlich verletzt? Wie ist der Unfall passiert? Weiß man Genaueres? Das, Andre Siems, hätte mich interessiert. Nicht, ob noch die Wolken abziehen, oder ob Lindsay Vonn an den Start geht, oder ob Dein ranziges Rennen überhaupt noch weitergeht. 

Doch du schwiegst. Du warst einfach genervt, verärgert - ein bißchen auch belustigt. Ein schwer verletzter Streckenposten hat Dich, Andre Siems, nicht dazu veranlasst, das Rennen in Frage zu stellen. Ob es überhaupt sinnvoll sei, ein Rennen noch fortzusetzen, wenn ein Mann schwerverletzt ins Krankenhaus abtransportiert wird. Das, Siems, hätte ich erwartet von einem Sportreporter. Doch da kam nichts. Da war nur Salbader. Geplänkel. Wetterraten. Hirnrissiges Hoffen darauf, dass das Geschäft weiterläuft, zum Kuckuck.

Wie geht es dem Streckenposten eigentlich, Andre Siems?   

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Armselig dieser Beitrag. Der ihn geschrieben hat, hat leider schlecht zugehört! Auch ich habe die Sport Einblendungen von Siems gehört, auch ich habe immer wieder gelauscht, wie sich denn unsere Frauen im Rennen schlagen - und immer wieder sagte Siems, wwie gefährlich der Kurs ist und wie eisig! Wenn Du Krankenhaus Berichte haben willst über einen Streckenposten der ausgerutscht ist, dann schau doch Arte oder 3 Sat, aber mich hat interessiert wie das Rennen läuft. Ja vielleicht hätte Siems noch mehr darauf eingehen müssen, dass es ein irreguläres Rennen war, aber er hat immer wieder betont, das er findet, man dürfe nicht starten. Seine Kommentare waren toll bislang, ich hab viel gehört, emotional, mitreißend und JA, ich bin ein Fan von ihm. Deinen Post finde ich hirnrissig, aus dem Zusammenhang gerissen und polemisch! Schade, dass solche eindimensional gepolten Typen wie Du im Internet so leicht einen tollen Kerl angreifen dürfen, der noch einer der wenigen Kommentatoren bei uns in Deutschland ist mit Meinung und Emotionen.........aber Du wolltest ja wissen wie es dem Streckenposten ging....ach so ja, das haben sie überigens im Deutschen Fernsehen auch nicht gesagt....böse ARD ...vielleicht rufst Du einfach mal im Krankenhaus in Schladming an, dann hättest Du uns, die Siems für einen geilen Kommentator halten Deinen dusseligen Post hier sparen können!

Liebe Grüße
Martin Binder aus Tegernsee

T.Baur hat gesagt…

Guten Tag, Herr Binder!

Nein, da haben Sie jetzt wirklich ein paar Dinge nicht verstanden. Der Reihe nach:
Erstens habe ich mich zu einem Beitrag von Herrn Siems geäußert, nicht zu seiner Qualifikation als Sportreporter im Allgemeinen. Diese kann ich nicht beurteilen, weil ich mich nicht für Wintersport interessiere. Sie dürfen ihn gerne auch weiterhin "toll" finden. Thema meines Posts war jedoch ein ganz anderes.

Ihr Vorwurf, mein Post sei aus dem Zusammenhang gerissen, ist falsch. Ich habe geschrieben wann und auf welchem Sender ich den Beitrag hörte; ebenso wies ich auf den Zusammenhang mit der Ski-WM in Schladming hin.

In der Live-Schaltung, die ich hörte, wies Siems sehr wohl auf die gefährliche Strecke hin. Einen Abbruch des Rennens erwägte er jedoch keineswegs! Weniger als die Tatsache, dass er das Schicksal eines schwerverletzten Menschen nur in einem Nebensatz erwähnte, störte mich dabei die Tatsache, dass ihn dieser "Zwischenfall" scheinbar nervte, nach dem Motto: "...und jetzt ist auch noch ein Streckenposten verletzt worden, auch das noch!"

Der Tonfall war hier absolut deplaziert. Sie können sich gerne die Aufnahmen vom BR kommen lassen und dies nochmal nachhören.
Die Tatsache, dass andere Sendungen der ARD darauf nicht eingegangen sind, spricht nicht gerade für die ARD, hat aber mit Siems' Beitrag nichts zu tun.

Zum Schluss noch eins: Polemik ist ein bewusst gewählter Stil. Wenn Sie hölzerne "einerseits-andererseits"-Kommentare bevorzugen, empfehle ich Ihnen die Kommentare innerhalb der Tagesthemen.

Mit freundlichen Grüßen,
T.Baur

Anonym hat gesagt…

Herr Binder hat recht. Ein dummer Blog und so pseudo intellektuell gestaltet. Ich schließ mich dem an: Schade, dass man mit so niedrigem Schreibniveau gute Kommentatoren beschmutzen darf. Der Autor hat wohl noch nie davor was von ihm gehört gehabt und findet sich wohl witzig.
Tja, ich kann mich dafür nicht begeistern.

mit freundlichem Gruß aus Kulmbach
Peter Geiser

T.Baur hat gesagt…

Lieber Herr Geiser,

schade, dass Sie nicht auf den Inhalt des Posts eingehen, der eine sachliche Kritik an Andre Siems enthält. Damit disqualifizieren Sie sich und Ihren Kommentar.

Übrigens, nein, von Siems hatte ich noch nichts gehört, weil mir Skisport egal ist. Das spielt aber auch keine Rolle, weil sich meine Polemik allein auf den erwähnten Beitrag bezieht und nicht auf Siems als Person.

Aber das wissen Sie sicher selbst.

Mit freundlichen Grüßen,
T.Bar

Anonym hat gesagt…

Ich glaube Herr Baur ist einer dieser "ich möchte so sein wie Post von Wagner". Hochgeschwungen irgendwas raus posaunen, ohne dass viel dahinter steckt. Dieser Artikel ist den Platz im Internet nicht wert, schade, dass ich meine Zeit geopfert habe, um ihn zu lesen. Da hilft nur "Kopfschütteln"

Markus Leinz

T.Baur hat gesagt…

Cry me a river, Herr Leinz!

Ich habe Ihren "Liebling" Siems kritisiert, weil er die schwere Verletzung eines Streckenpostens behandelte, als sei gerade eine Slalomstange kaputt gegangen, sprich: als nervigen Zwischenfall. Jesus - es wäre schön, wenn ein Kommentator endlich einmal inhaltliche Kritik üben würde, anstatt diesen Sportreporter in Schutz zu nehmen, der in Bayern offenbar eine Art Heiliger ist.