Montag, 10. Juni 2013

Steffen Kampeter

Viele sagen, Steffen Kampeter sei ein Prolet. Manche behaupten gar, dem CDU-Mann, der in regelmäßigen Abständen TV-Studios öffentlich-rechtlicher Sendeanstalten aufsucht, um dort in ungehobelter Penetranz andere Gesprächsteilnehmer bei deren Ausführungen zu stören, gehe es gar nicht um politische Inhalte, sondern lediglich um propagandistische Phrasendrescherei, ums Streuen von Halbwahrheiten zum Zwecke der Diskreditierung der Opposition. Ganz böse Stimmen unterstellen dem korpulenten Mindener mit der modischen Mönchsfrisur gar, er verfüge gar nicht erst über die geistigen Kapazitäten, um solch psychotaktisch doch recht heikle Manöver anzuzetteln und durchzuführen. Wieder andere führen an, Kampeter, seineszeichens parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium der Finanzen, sei lediglich ein weiterer Ausweis der Politik "Teflon-Muttis": Die talentierten, vielversprechenden, wenigstens semi-geistreichen Nachwuchshoffnungen der angeblich konservativen Partei werden weggelobt, abgesägt, in die Wirtschaft abgeschoben. Übrig bleibt ein Wurmfortsatz schlimmster Mediokrität, eine anämische, untereinander kaum unterscheidbare Masse anonymer Sesselfurzer. Kampeter, so die Kritiker, sei nur einer dieser vielen Soldaten, die den Marsch mitgehen, den Mutti bläst, und sich insgeheim darüber ins Fäustchen lachen, dass sie trotz der erstaunlichen Minderbemitteltheit ihres Geistes und der verschwitzten, abstoßenden Anmaßung ihrer kleinbürgerlichen Beschränktheit eine doch ganz ansehnliche Position innerhalb dieser altehrwürdigen Volkspartei ergattern konnten.

Aber das kann man natürlich auch ganz anders sehen.

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