Freitag, 26. April 2013

Sind Lehrer überbezahlt? Ein kleiner Abriss über eine vielgescholtene Berufsgruppe

Lehrer sein ist kein einfaches Schicksal. Es gibt wahrscheinlich keine Berufsgruppe in Deutschland, die verpönter ist als die der Herren im angestaubten Kordjackett. Was müssen sich Lehrer nur alles gefallen lassen? Sie seien faul, überbezahlt, ihre Ausbildung sei zu lang und theoretisch, sie seien meist menschlich inkompetent und hätten das Lehramt aus Verlegenheit, mangels anderweitigem Talent gewählt oder weil ihnen der nötige Biss fehlt, sich im Wirtschaftsleben durchzusetzen. Sie hätten mehr als doppelt so viele Ferien wie normale Arbeitnehmer, müssen sie sich anhören. Zudem, so der landläufige Affront, stünden sie außen vor und hätten keine Ahnung von der freien Wirtschaft.

Das mag alles irgendwie stimmen, ist mir aber doch zu einfach. Zur Überbezahlung will ich zwei Dinge anmerken. Erstens sollte einem klar sein, dass Lehrer zwar ein solides Einstiegsgehalt erhalten, sich dieses aber nicht mehr verändert. Es sei denn, sie werden Rektor der Schule, was mit Mehraufgaben verbunden ist. Ihr Gehalt bleibt gleich, Aufstiegschancen, Prämien oder Zulagen können Lehrer nicht verbuchen. Zum Zweiten betrachte ich einen Großteil des Gehalts eines Lehrers als Schmerzensgeld: ob bewusst oder unbewusst, Lehrer haben sich den undankbarsten Beruf ausgesucht, den es gibt. Denn das Unterrichten von prä-Pubertierenden oder mitten in der Pubertät befindlichen Schülern bietet zugleich ein Höchstmaß an Monotonie und ein ebenso hohes Maß an Stress.

Ständig sabotiert irgendein Hanswurst mit Oberlippenflaum den Unterricht. Das Schlimme: einer reicht ja schon. Da können gerne 29 brave Schüler in der Klasse sitzen. Hat man dagegen einen einzigen ADHS-erkrankten Zappelphilipp herumsitzen, kann das einen Lehrer durchaus in den Wahnsinn treiben. Das kann sich dann über Wochen, Monate - eventuell über Jahre ziehen, so man diesen Teufelsbraten nicht einem anderen Lehrer zuschieben kann. Nicht von ungefähr gehören Lehrer zur am meisten von Burnout gefährdeten Berufsgruppe mit horrenden Quoten der Berufsunfähigkeit.

Lehrer können nie eine ruhige Kugel schieben, was ja einer der größten Vorteile eines "normalen" Bürojobs ist. Dort kann man mal ein bißchen surfen und ein bißchen seine Gedanken schweifen lassen. Jedenfalls hat man meistens seine Ruhe, unterhält sich mit erwachsenen Kollegen und macht sein Ding. Nicht so als Lehrer. Man hat sozusagen eine permanente Teambesprechung, um mal eine Metapher aus der eigentlichen Berufswelt zu verwenden. Wie man aus Erfahrung weiß, gibt es aber bei Tagungen und Besprechungen eigentlich immer nur eine Art Mensch, die mit Elan dabei ist: geltungssüchtige Profilneurotiker. Jetzt muss man sich also vorstellen, dass Lehrer diese Teambesprechung, dieses Meeting jeden Tag haben, in Form von Unterricht. Eine absolute Horrorvorstellung, denn jeden Tag sind sie die Hauptperson. Viele Lehrer machen sich dies erst klar, wenn sie schon sieben Jahre studiert haben und es kein Zurück mehr gibt. Es ist den Lehrern also eigentlich hoch anzurechnen, dass sie diesen Stress jeden Tag durchstehen (zumindest bis zu dem Tag, wo nichts mehr geht).

Eine interessante Frage ist, finde ich, außerdem: wie viel Prozent der Lehrer sind eigentlich echte Pädagogen, das heißt Pädagogen mit Leib und Seele, und wie viele sind tatsächlich einfach im Lehrerberuf gelandet? Darüber kann man natürlich keine seriösen Angaben machen. Ich vermute, das Verhältnis liegt etwa bei 30-70%, optimistisch geschätzt. 70% sind also Lehrer, die ihre Tätigkeit als Job sehen und nicht als Berufung. Genau hier liegt aber der Hund begraben. Denn wenn der Beruf des Lehrers eines nicht ist, dann ein normaler Job, den man absitzen kann. Aus diesem Grund scheitern auch so viele Lehrer, oder werden verbohrt, träge, lebensmüde. Sie sind der pädagogischen Situation emotional nicht gewachsen, fangen an zu trinken oder verlieren sich in verquasten Hobbies, die sie von ihren Aufgaben ablenken. Deshalb hatte ich auf dem Gymnasium vermutlich auch immer so viele Lehrer, die seltsam waren, irgendwie anders als andere Erwachsene, anders als Eltern von Freunden, die Ärzte, Hausmeister, Steuerberater oder Schichtarbeiter waren. Viele Lehrer lebten damals, das verstehe ich im Nachhinein, in ihrer eigenen Welt, schlürften die Gänge entlang als Solitäre, abgekämpft, desillusioniert, innerlich verzweifelt, schon längst die Waffen gestreckt. Eine triste Einsicht, aber wichtig. Denn so leicht werde ich nicht mehr über den Lehrerberuf urteilen, wie ich es früher tat.

Lehrer haben das Leben wahrlich schwer genug. Diese in Zeit und Raum verlorenen Don Quixotes kämpfen gegen Windmühlen in Form von schnöseligen Jungspunden und Verhaltensauffälligen, gegen überambitionierte Eltern, die die tatsächliche Intelligenz ihres kleinen Jan-Hendrik oder ihrer süßen Anna-Lena naturgemäß völlig überschätzen. Sie kämpfen gegen verquere Anforderungen der Gesellschaft und, wie eingangs erwähnt, gegen Vorurteile, die so zahlreich sind wie die Schweizer Konten von Uli Hoeneß. Wir sollten uns also alle freuen, dass es Menschen gibt, die diesen Beruf überhaupt ergriffen haben, sei es freiwillig oder unfreiwillig. 

Dienstag, 23. April 2013

Vertane Chance: Die F.A.Z. lässt Alard von Kittlitz auf die "AfD" los und erntet spröden, blutleeren Langeweile-Journalismus voll biederer Klischees

Wenn Alard von Kittlitz sich als Gesicht einer neuen Generation von Journalisten durchsetzt, wird mir angst und bange. Der Redakteur in der politischen Redaktion der F.A.Z. ist, wie ich, Jahrgang 1982 und wird wohl noch lange sein Unwesen treiben. Was von Kittlitz seit einigen Tagen über die AfD schreibt ist jedenfalls fad, farblos und blutleer. In mehreren Artikeln hat sich der Jungspund mit der neuen Partei "auseinandergesetzt". Sein Ergebnis: die AfD sei überbewertet, werde auf höchstens 2% der Wählerstimmen kommen bei der Bundestagswahl, ist ein Sammelsurium seltsamer, reaktionärer Köpfe. Und das von einem Redakteur der "Frankfurter Allgemeinen"!


Würde das Ines Pohl von der "taz" schreiben, könnte ich diese Art des Journalismus wenigstens politisch nachvollziehen. Kleinreden, lächerlich machen, bagatellisieren: vor allem die vor Desinteresse strotzende Lustlosigkeit der Artikel von Kittlitz' sind dieser ehrwürdigen Zeitung unwürdig. Es ist wünschenswert, dass jemand sachlich abwägt und zu einem eigenen Urteil kommt. Eine so oberflächliche Betrachtung eines höchst relevanten Phänomens in der deutschen Parteienlandschaft jedoch ist mehr als verblüffend. Die wegwerfende, überhebliche, glattgebügelte Meinung von von Kittlitz wirft die Frage auf, inwiefern er überhaupt Interesse an politischen Themen hat. Denn ungeachtet seines für eine konservative Zeitung fragwürdigen Urteils über diese Partei ist der lapidare, desinteressierte und kenntnisarme Stil dieses Redakteurs von ungekannter Jämmerlichkeit.

Wer hat von Kittlitz zu verantworten? Günther Bannas sicher nicht. Dafür sind seine Stücke zu profund. Ein so oberflächliches Leichtgewicht hätte der verantwortliche Redakteur für Politik doch sicher nicht eingestellt. Oder doch? Ist am Ende Berthold Kohler der Drathzieher dieses fatalen Fauxpas? Kohler aber ist doch als reaktionär einzustufen. Er kann nicht schreiben, kann aber ob seines rigiden Konservatismus dennoch als Seele der F.A.Z. bezeichnet werden, im Gegensatz zum wirren, paranoiden Schirrmacher, der ja selbst mit der Orthografie seine Probleme hat. Die F.A.Z. jedenfalls, man merkt das auch an den Leserkommentaren zu von Kittlitz' kümmerlichen "Artikeln", ist dabei, ihren Ruf als seriöses konservatives Blatt zu verspielen. Die Mischung aus glattgebügelter, alternativloser Mainstreammeinung, wie sie auf erschreckende Art von von Kittlitz repräsentiert wird, ist eigentlich eine typische Domäne der "Süddeutschen" und der beste Grund, diese von Dampfplauderer Prantl unterwanderte Schmierengazette nicht in die Hand zu nehmen. Sollte sich der Trend jedoch fortsetzen und von Kittlitz eine dominierende Rolle in der politischen Redaktion zugesprochen bekommen, muss man sich als kritisch denkender Leser umorientieren.

Eine andere Möglichkeit wäre die folgende: Alard von Kittlitz befasst sich ernsthaft und ohne Vorurteile mit der AfD und ihren Inhalten, lernt etwas über den Euro und die eklatanten Fehler der Blockparteien und erkennt, dass das Phänomen AfD eines ist, was viele Menschen bewegt und nicht mit der Attitüde elitärer Überlegenheit abgetan werden kann.

   

Samstag, 20. April 2013

Ulrich Hoeneß' ganz persönliche Bankrotterklärung: der "ehrliche", konservative Wurstfabrikant ist ein Steuerbetrüger

Ulrich Hoeneß war immer eine "Reizfigur", man könnte auch von "Hassfigur" reden. Außer bei Bayern-Fans erfreute sich der kniegeschädigte Ulmer Würstchenfabrikant eigentlich nirgends großer oder irgendeiner Beliebtheit. Vieles sprach gegen den notorisch rotgesichtigen, cholerischen Unsympathen: seine unnötig aggressiven Ausfälle gegen bereits am Boden liegende Gegner, seine offen zur Schau getragene Arroganz und Überheblichkeit und seine Unfähigkeit, Qualitäten von Gegnern auf Augenhöhe anzuerkennen (zuletzt: Borussia Dortmund). All das machte Hoeneß zum personifizierten Sinnbild eines erfolgsverwöhnten, protzigen Machtmenschen.

Allerdings etablierte Hoeneß im Laufe der Jahre relativ erfolgreich das Bild des sozial gewissenhaften, ehrlichen Geschäftsmannes aus einfachen Verhältnissen, konservativ, privat solide und gesund wirtschaftend beim FC Bayern. Wie oft musste man sich in den letzten Jahren anhören, wie großartig und vorbildlich doch das Modell des ökonomisch kerngesunden FC Bayern sei, der im Gegensatz zu anderen europäischen Spitzenklubs nicht auf Pump leben und außerdem über ein prall gefülltes Festgeldkonto verfügen würde? Nicht selten konnte sich der ranzige Schwabe dabei Seitenhiebe auf Klubs verkneifen, die seiner Auffassung eines guten Managements nicht entsprachen.

Mit dem nun eingestandenen Steuerbetrug aber ist auch die letzte bewundernswerte Seite an Hoeneß, die ihm auch Kritiker bescheinigen mussten, wie eine Seifenblase zerplatzt. Jetzt ist Ulrich Hoeneß ausgewiesenermaßen ein Betrüger, der dem deutschen Staat Geld vorenthält. Auch hier unterscheidet sich der pflaumige Bruttler nicht von den skrupellosen Finanzhaien oder Industriekapitänen ohne Gewissen. Es gilt auch bei ihm die Regel: wer viel hat, der will immer noch mehr. Der heutige Tag ist die erbärmlichste vorstellbare Peinlichkeit für den selbsternannten Ehrenmann. Wer die moralischen Standards nämlich an sich selbst und an andere so hoch hängt wie die Münchner Rothaut, der fällt natürlich noch weitaus tiefer, wenn sein schäbiger, kleinkarierter Betrug ans Tageslicht kommt.

Hut ab, Herr Hoeneß: Mit 61 haben Sie ihr öffentliches Image höchstselbst restlos ramponiert!  

Mittwoch, 17. April 2013

Auf den Attentäter von Boston wartet eine komfortable Zelle / Teppichschmuggler Niebel ist "zufrieden" mit seiner "Arbeit"

Nach dem grausamen Bombenanschlag in Boston wird mal wieder nach dem Motiv des oder der Täter gefragt. Zu recht: waren es Islamisten, rechtsradikale Tea-Party-Rednecks oder linksradikale Occupy-Zündler? Oder - wie bei so vielen Amokläufen - ein verwirrter, soziopathisch veranlagter Jugendlicher, der, wie in den U.S.A. üblich, unter der Wirkung von Psychopharmaka stand? Eine brennende Frage ist außerdem die nach dem Strafmaß: auch dieser unmenschliche, nihilistische Akt schreit nach einer harten, brutalen Strafe. Wenn Präsident Obama aber davon redet, der Täter werde die volle Härte der Justiz zu spüren bekommen, meint er wohl recht komfortable Ostküstenzellen, die mit den europäischen Luxusstandards durchaus gleichziehen. Von einer "Bestrafung" aber kann hier niemand ernsthaft sprechen.

+++

Die SPD ist laut neuester "Forsa"-Sonntagsfrage mittlerweile auf 22% abgestürzt. Eine logische Folge aus der FDP-nahen, neoliberalen Agendapolitik Schröders, einem erbärmlichen "Scheißkerl" (Selbstbeschreibung) namens Steinbrück und einer farblosen zweiten Reihe, die sich von den Grünen und den Linken die Butter vom Brot nehmen lässt und keine eigenen Akzente setzt. Wer außerdem Andrea Nahles zum Freund (bzw.in der Führungsmannschaft) hat, der braucht sich sicherlich um Feinde nicht mehr zu kümmern.

+++

Teppichschmuggler Dirk Niebel ist laut "Deutschlandfunk" zufrieden mit seiner Arbeit als Entwicklungsminister. Womit eigentlich genau? Mit seiner vollkommen sinnlosen Tätigkeit an sich, die Steuergelder kostet, die Luft durch unnötige Flüge verpestet und den "entwickelten" Ländern mehr schadet als hilft?   

+++

Anja Heydes Betroffenheit im "morgenmagazin" nach den Anschlägen von Boston war so echt wie die Brustimplantate der französischen Skandal-Firma PIP. Ob sich ihr Mann Karsten Heyde wohl bald wieder in meinem Blog echauffiert, weil ich dezent auf die selbstverliebte Ader seiner Frau hinweise, die ihr langweiliges Privatleben bei jeder Gelegenheit im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ausbreitet? 


 

Montag, 15. April 2013

Die Quote muss her / Dieser Berthold Kohler: Maske oder wahrhafter Mensch?

Die Frauenquote muss her, und zwar schon seit langem. Das sage ich als Feminist, aber nicht nur als solcher. Ich sage es als Rationalist. Wenn ein Jahrzehnt lang eine idiotische "Flexi-Quote" und allerlei Selbstverpflichtungen keine Ergebnisse zeitigen, muss man eben nachhelfen. Die verschwitzten Männerbünde, die gläsernen Decken, die testosterongetränkten Wannabe-Macher, die ja doch alle samt nur Versager und Halbstarke mit kleinem Penis sind, sollten endlich den Umgang mit dem weiblichen Geschlecht erlernen, und zwar gründlich. Kompetenter und klüger sind Frauen nicht immer, aber doch ziemlich häufig. Es ist unvorstellbar, welch geballte Arroganz und Inkompetenz sich z.B. in staatlichen Institutionen angehäuft hat und wie Altherrenbünde sich dabei gegen junge, hochgebildete Frauen zur Wehr setzen als befänden sie sich im Kessel von Stalingrad und müssten ein paar Haubitzen gegen die Sowjets in Stellung bringen. Es ist mitunter traurig, über wie wenig Selbstvertrauen ältere Herren im öffentlichen Dienst verfügen und wie unsouverän ihr Umgang mit beruflich erfolgreichen Frauen der Generation 1980+ ist. Doch ich weiche hier vom Thema ab.

Als Konservativer hat man es in dieser Hinsicht natürlich auch nicht leicht. Denn wenn jetzt, wie es sich abzeichnet, die CDU auch noch in dieser Frage nach links umkippt (wie bei der Energiewende usw.), wen sollen dann stramm konservative (Ewiggestrige) wie etwa der auf seinem Porträtfoto bei faz.net immer leicht verbittert dreinschauende Berthold Kohler dann eigentlich wählen? 

Ein kurzer Exkurs zu Berthold Kohler sei mir hier gestattet: der aus Marktredwitz stammende Bartträger, grimmig dreinblickend, stets gegen die Homo-Ehe Stellung beziehende F.A.Z.-Herausgeber ist mir ein Konondrum wie der "Donaldist" Patrick Bahners. Keine öffentlichen Auftritte finde ich von ihm, keine Interviews, nur seine engstirnigen Kommentare finde ich alle Tage wieder in der Online-Ausgabe meines Leib- und Magenblattes. Wer ist dieser Mann? Wer ist Berthold Kohler? Besitzt er eine Persönlichkeit? 
Mit Schirrmacher, dem größenwahnsinnigen Legastheniker und Verschwörungstheoretiker, der nie konservativ war, auch wenn er es behauptete, kann sich der verquaste Kohler wohl kaum verstehen. Dieser Mensch fasziniert mich. Mit seinen plumpen, christlich-konservativen, eindimensionalen Tiraden ist er wie aus der Zeit gefallen; ja, irgendwie tut er mir sogar etwas leid. Ist Kohler einfach ein Zuspätgeborener? Viele Fragen, keine Antwort: Kohler bleibt ein Rätsel.

  






   

Die AfD und die technokratische Diktatur der EUdSSR / Mutti Merkel, die Marionette / Weiß sie wirklich nicht, was gespielt wird?

Wie ich ja bereits vor wenigen Tagen geschrieben habe, bin ich der Meinung, dass jeder über die Gründung der "Alternative für Deutschland" (AfD) froh sein muss. Zumindest jeder, der nicht zur korrupten Berliner Politikerelite oder dem Rattenschwanz an Speichelleckern und Schleimern gehört, den sie hinter sich herzieht, inklusive der allermeisten Hauptstadtjournalisten oder Steigbügelhaltern wie etwa Mitri Sirin vom "Morgenmagazin" oder andere Marionetten.

Der AfD kann ich im Moment nur Positives abgewinnen. Akademiker, Wirtschaftskenner und Mittelständler scharen sich um und bilden diese neue Partei. Vor ihrer Gründung gab es eigentlich nur zwei Personen, die mit aller Klarheit auf die ständigen Vertragsbrüche, den permanenten Betrug und die schamlose Sozialisierung der Bankenschulden der Finanzbaggage aufmerksam gemacht hatten (zumindest hörbar): das eine war die unermüdliche Sahra Wagenknecht, ein Leuchtturm auf dem politisch korrekten Meer der Gleichmacherei. Das andere war "Mister Dax" Dirk Müller, der die Wirtschafts- und Finanzwelt so kristallklar durchschaut wie nur wenige andere und - da das Herz am rechten Fleck - sich nicht scheut, in deutlichen Worten die Schuldigen und die groteske Absurdität des Irrwegs namens "Euro" zu benennen.

Müller muss man vor allem hoch anrechnen, dass er in verschiedenen Talksendungen auf die jämmerlichste aller Lügen hingewiesen hat, die immer noch kursiert und die vielen Dummköpfen natürlich schon bald in Fleisch und Blut übergegangen ist und die da lautet: "Wenn der Euro scheitert, dann scheitert Europa." Die unterste Stufe der Panikmache wurde mit dieser Falschaussage erreicht. Die pure Hilflosigkeit spricht aus diesem Mantra, das die Eurokratiker der EUdSSR vor sich herbeten.

Während also Nikolaus Blome beim Deppen Günter Jauch darüber salbadern darf, wie schön "Mutti" Merkel doch lachen kann und wie nett sie doch privat sei, während der Versagerkandidat Steinbrück auf dem SPD-Parteitag vor einem Haufen treudoofer Parteisoldaten verbal onaniert, während sich also die Öffentlichkeit mal wieder keinen feuchten Furz um echte Themen kümmert, entwickelt sich Südeuropa zur Dritten Welt, Deutschland zum meistgehassten Land in Europa und dieses wiederum immer weiter in eine technokratische, bürgerfremde Leitz-Ordner-Diktatur.

Die AfD kommt zur rechten Zeit. Doch auch wenn sie in den Bundestag einzieht, ist zu bezweifeln, ob Merkel ihren Kurs ändert. Der Euro-Zug hat schon so viel Fahrt aufgenommen; die Lügenschicht ist schon so dick; ein radikales Zurück würde jetzt nur ein großer Politiker mit Rückgrat antreten. Solch einen gibt es aber bekanntlich weit und breit nicht, denn das Feld ist eingeebnet, und heutzutage sind große Persönlichkeiten so rar wie funktionierende Synapsen im Oberstübchen von Anja Heyde oder Mitri Sirin.    

AfD


Sonntag, 14. April 2013

Günter Jauch: pomadig wie Haarwachs aus dem Afro Shop oder: Totalbankrott des politischen TV

Dass Günter Jauch nicht der allerhellste ist, ist ja kein großes Geheimnis. Er ist langsam, träge, phlegmatisch. Wenn er etwas nicht versteht (was sehr oft der Fall ist), schaut er verloren an die Decke des "Gasometers", zieht seine Lippen eng zusammen und legt die Stirn in Falten. Dann geht er zur nächsten Frage über. Seit 1 1/2 Jahren spielt sich diese Tragödie jetzt schon ab.

Typisch für die verheerende Inhaltslosigkeit seiner Talkrunde ist die heutige Sendung. Es geht um Personen, genauer um Merkel oder Steinbrück. Es geht wieder mal nicht um politische Inhalte. Es geht darum, wer die besseren Chancen hat, wer besser "ankommt" und wer die bessere Werbeagentur auf seiner Seite hat. Es ist so erbärmlich.

Dabei mangelt es ja nicht unbedingt an Themen. Gerade heute hat sich die "AfD" gegründet, die eine hochrelevante Problematik aufgreift und bei der Bundestagswahl realistische Chancen auf ein zweistelliges Ergebnis hat. Was ist die AfD? Wer steht dahinter? Was kritisieren die Mitglieder am Euro und der EU? All das wären natürlich interessante Fragen. Aber Günter Jauch interessiert sich nicht für Themen oder interessante Fragen. Sein geschlossenes Weltbild spiegelt sich in Fragen wie: "Was sind die Stärken von Angela Merkel, Herr Blome?"

Blome, natürlich. Auch er sitzt in der Runde. Mit widerwärtig geklebtem Seitenscheitel stolpert er von einem mißglückten Halbsatz zum anderen, reiht bastardisierte Floskeln an hochidiotische Allgemeinplätze. Schlimmer sind nur noch der vollkommen unerträgliche Wowereit und der fette Altmaier, die prototypisch für die bourgouise Dekadenz einer vom Rest der Republik völlig losgelösten Berliner Politikerelite stehen. 

Es ist jetzt 22.02 Uhr, und die letzten fünfzehn Minuten waren so träge und pomadig wie Haarwachs aus dem Afro-Shop. Quo vadis, ARD? Quo vadis, politisches TV?

Es ist ein großes Elend.     

Donnerstag, 11. April 2013

Der supranationale Flächenbrand durch den Irrtum namens Euro

hrend "Mutti" Merkel, ihr Handlanger Schäuble und ein technokratisches, unüberblickbares Konglomerat aus EUdSSR-Aktenfressern und IWF-Schreibtischtätern weiterhin der internationalen Finanzindustrie den Hintern sauber lecken, geht ein Großteil des Euroraums politisch, ökonomisch und sozial vor die Hunde.

In Deutschland formiert sich langsam Widerstand in Form einer neuen Partei, der AfD ("Alternative für Deutschland"), die den Euro ablehnt und durch eine neue Währung ersetzen will. Es ist ihr ein massenhafter Zulauf zu gönnen; ihr Anliegen ist natürlich richtig. Jede Kraft, die Deutschland und Europa von der Bürde dieses großen Mißverständnisses namens "Euro" zu befreien versucht, ist zu begrüßen.

Der Euro ist bereits gescheitert. Die einzige relevante Frage ist, wann die Politik dies begreift und dem desaströsen Treiben ein Ende macht, bevor alles zu spät ist und Europa in der Massenarbeitslosigkeit versinkt. Wer sich in Ignoranz suhlt und immer noch nationalchauvinistisch behauptet, Deutschland habe "alles richtig" bzw. "seine Hausaufgaben" erledigt und seine eine Art Musterland, dem sollte auch folgendes klar sein: wenn alle ringsherum pleite gehen, kann der "Musterknabe" Deutschland auch nirgends mehr hin exportieren. Dann hätte das Kaputtsparen die Konsequenz erreicht, die sich schon lange andeutet.

 

Mittwoch, 3. April 2013

Markus Lanz am Abend: bittersüß und grausam

Gestern, kurz vorm Einschlafen, nochmal rumgezappt. Bei Lanz hängengeblieben. Wo sonst? Nur bei Lanz kann man so verschämt hängenbleiben. Nur dort fragt man sich zwei Dinge gleichzeitig: erstens, auf welchem Niveau bin ich eigentlich angekommen? Zweitens, warum schalte ich nicht um?

Es muss an der Konstellation liegen. Lanz, der strebsame Schuljunge, ignorant in jeder Beziehung. Dann Fernanda Brandao, ein Sexobjekt. Drüben Hans-Dietrich Genscher, verdienter Staatsmann der alten Bundesrepublik. 

Das Gespräch kann ich nicht wiedergeben. Es war schlicht zu abartig. Es gilt die alte Unfallmetapher: man kann einfach schwer wegschauen. Moralisch strafbar macht man sich trotzdem. Bei Lanz noch mehr als beim brennenden Autowrack.