Montag, 24. Februar 2014

Anmerkungen zur Ukraine & Noworussia

Ist es nicht toll, wie der Mob in der Ukraine regiert?
Faschistische Splittergruppen, Molotowcocktail schmeißende Terroristen und eine handvoll friedliche ukrainische Bürger haben es “geschafft”. Sie haben einen demokratisch gewählten Präsidenten aus dem Amt geputscht und erhalten dabei, wie gewohnt, Beifall von einem Großteil der deutschen Medien.

Niemand scheint sich dabei die Frage zu stellen, ob es eigentlich rechtmäßig ist, was passiert. Oder ob es wirklich die Mehrheit der ukrainischen Bevölkerung ist, die hinter dem Wechsel der Regierung steht, oder, wie es die Medien formulieren, dem Regime.

Eine legitim und demokratisch gewählte Regierung wird im Jargon der Presse nämlich immer recht schnell zum autokratischen Regime, wenn den Journalisten die Nase des Regierenden – in diesem Fall die von Präsident Janukowitsch – nicht mehr passt. So war es bei Gaddafi in Lybien, so war es bei Mubarak in Ägypten, und so ist es immer noch bei Baschar Al-Assad in Syrien. Warum den Journalisten plötzlich danach ist, diesen folgenreichen Wechsel der Termini herbeizuführen, steht in den Sternen. Meist reichen ein paar Demonstranten auf öffentlichen Plätzen aus, wie dem Maidan in Kiew oder dem Tahir-Platz in Kairo, seien die Ziele, Forderungen und Mitglieder der jeweiligen Protestler auch noch so heterogen, diffus und zweifelhaft.

Naive Nichtswisser wie Guido Westerwelle oder überzeugte EU-Ideologen wie Frank-Walter Steinmeier lieben Momente der Geschichte wie diesen. Sie klopfen sich gegenseitig auf die Schulter und gratulieren sich paradoxerweise dazu, vorbildliche Demokraten zu sein. Dabei sind sie zu verblendet in ihrer Eitelkeit oder schlicht und ergreifend zu dumm zu sehen, dass sie gerade einen unrechtmäßigen Putsch gegen eine demokratisch gewählten Regierung aktiv unterstützt haben, so zwielichtig und korrupt diese auch gewesen sein mag.

In einem Jahr werden sie sich kollektiv verwundert die Augen reiben. Was? In der Ukraine ist eine faschistische, kommunistische oder – das Schlimmste in den Augen der Presse – eine pro-russische Regierung am Ruder? Das hatten wir so aber nicht geplant!

Die Geschichte wird Figuren wie Steinmeier und Westerwelle mit großer Sicherheit als das entpuppen, was sich wirklich sind: verblendete Opportunisten, billige Claquere für die falsche Sache und eitle Gockel, ohne Größe, ohne Charakter;  geborene Mitläufer, Ich-AGs des Politzirkus, denen billige, schnelle Eigen-PR immer wichtiger sein wird als das kühle Abwägen im Dienste des Gemeinwohls.

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